Wochenende in Cowtown

So nennen wir  das ab jetzt nämlich:-)

Mein erstes richtiges Wochenende in Cowtown (das letzte Woe war ich ja gejetlaged und beschäftig mit Kisten auspacken, drum zählt das nicht)

Freitag began damit, dass ich total Hipsterstyle mit einem rießen Becher Chai Latte im Café saß (das so richtig gemütlich ist!) und voll auf Student getan habe, mit Laptop, Collegeblock, Stift, Brille und Tee. (Für einen Kurs musste ich eine 2 stündige Dokumentation anschauen und das hatte das Internet im Haus dezent überstrapaziert) Abends sind der Herr und ich mit ein paar Freunden bowlen gegangen („Soooo, do you guys have bowling in Australia?“ „Sooooo, do you guys have Vegetables in West Virginia? I am from AUSTRIA for the 569. time and YES we DO have Bowling there“… OKAY das hab ich NICHT gesagt).

Samstag hatte ich einen Englischkurs, und weil das halbe Kuhdorf wegen einem Halbmarathon gesperrt war, hat es dreimal so lang gedauert, um in die Zivilisation zu kommen! Nachmittags hab ich dann (endlich) mein Telefon bekommen. Ich bin echt kein Telefontyp und mich nervt das total, wenn Leute ständing am Handy rumhängen und ich hab den letzten Monat ohne Handy echt genossen… aber lebt man  am Dorf ehm am Wald neben dem Dorf, ist so ein Handy ganz schon praktisch. Besonders, wenn man den Wohnugsschlüssel des Schwiegervaters-in-spe im Auto liegen hat und damit wegfährt (also mit dem Auto). (Der gute Mann saß dann ganz gemütlich auf der Terrasse, als ich nach meiner Hipstercoffeeshopsession nach Hause kam) Abends ging es zum Dominospielen… und Leute, hab ich „meine“ Oldies vermisst… es war so schön, alle wieder zu sehen und einen auf sassy machen  („nuhu ma’m ain’t gotta do that, gotta tell ya  ma friend“)

Sonntag morgen bin ich in meine Kirche gefahren, und war so nervös, „meine“ Kinder wieder zu sehen… und Tränen sind geflossen (meinerseits, und einige andere hatten Tränen vor Rührung in den Augen) Ich hatte erst Angst, ob sie mich überhaupt „annehmen“ wurden und ob der Bub mich nicht hasst. Als die Mädls mich gesehen haben, haben sie erst nur gestarrt, ihre Tasche fallen lassen und sind auf mich zu gerannt und haben geschrien „LIIIISAAAA YOU’RE BACK I MISSED YOU SO MUCH I LOVE ARE YOU STAYING?“ Ich hab erst mal so heulen müssen und sie gaaaaaaaaanz fest umarmen müssen. (Überhaupt war ich von der Begrüßung berührt, ganz ganz viele sind hergekommen, haben mich umarmt und mir gesagt, wie schön es ist, dass ich wieder da bin) Während dem Gottesdienst hat die Mittlere meine Hand nicht mehr losgelassen und mich immer nur angegrinst. Als der Gottesdienst vorbei war, hat meine (ex) Gastmama den Kleinen geholt, und die Mädls haben nur gesagt: „look, who’s here, it’s your Lisa“ Und er hat auch alles fallen lassen und ist auf mich zu gerannt und hat nur gelächelt: „ISA UP“ und hat mein Gesicht abgetastet und mir Bussis gegeben und meine Hand gehalten und nicht mehr los gelassen. Und dann ist er ganz stolz mit mir durch die Kirche gegangen, Hand in Hand, hat gelächelt und wenn wer gesagt hat: „You sure missed her a lot“, hat er ganz belämmert gegrinst und einen auf super lässig und cool gemacht, sich hingesetzt, Beine übereinander geschlagen und gesagt: „I start school tomorrow“ (ist zwar Kindergarten, und das erst in 2 Wochen, aber egaaal) Oh man, hab ich diese Kinder in Herz geschlossen.

Ja und das war auch schon wieder das Wochenende. Ich hoffe, ihr hattet es auch fein!

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3 Gedanken zu “Wochenende in Cowtown

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