Ganslessen in Turkeytown

So kurz vor Thanksgiving schreit hier alles nach Turkey. Weil aber am 11. November St. Martinstag ist, und das Ganslessen noch etwas ist, das ich vermisse (hmmm Opas Gans war die Beste… da hab sogar ich als Vegetarierin ein Stückerl gegessen, gefüllt mit Apfel und Maroni und dazu Semmelknödel und Rotkraut!), habe ich beschlossen, ein bissi österreichische Kultur herzubringen und habe kurzerhand ein Ganslessen veranstaltet undd für den Freund und dessen Eltern gekocht. (no pressure! hahah)

Schon vor ein paar Wochen haben wir begonnen, sämtliche Kochbücher zu durchforsten, haben einen Zettel aufgehängt, wo Menüideen gesammelt werden, und allein beim Gedanken an Semmelknödel lief mir das Wasser im Mund zusammen.

Ich LIEBE es, Leute einzuladen, Rezeptideen zu sammeln, ein Menü zusammen zu stellen, zu kochen, den Tisch zu dekorieren, Gemeinschaft mit Freunden zu haben, und auch gemeinsam wegzuräumen. (Und beim Küche putzen schmecken die Reste noch mal viel besser!)

Und weil wir hier aber im Land der begrenzten Unmöglichkeiten sind, ich theoretisch im Supermarkt ne Waffe kaufen kann, aber keine Gans, gab es natürlich Startschwierigkeiten.

„Do you have goose?“
„Say that again, Ma’am“
„Do you sell goose. Like turkey, but goose“
„Well, we can order a frozen one… but we do sell turkey beginning next week“
„OK, I’ll take the frozen one. I need it next Saturday“
„We’ll have it for you on Tuesday“

YES. Ich krieg ne Gans.

Haha. Good one. Der gute Herr im Geschäft hat vergessen, sie zu bestellen… Daraufhin hatten wir einen kurzen Panikmoment, aber nachdem wir ein bisschen herum telefoniert haben, konnten wir dann doch noch eine Gans bekommen. Und sogar Rotkraut und Maroni. LUCKY ME!

Freitag Abend begann ich Rotkraut und Semmelknödelfüllung vorzubereiten, um Samstag möglichst stressfrei zu sein.

Bis ich in meienr Vorlesung saß und mir siedend heiß einfiel: Die Gans ist im Tiefkühler, ich hab vergessen, sie raus zunehmen. Zum Glück denken andere mit, und so hat das die Mutter des Freundes schon gemacht.

Daheim habe ich dann alles vorbereitet und mich daran gemacht, die Gans zu stopfen. Und Leute, als Vegetarieren eine Gans zu stopfen ist eine Herausforderung.

Irgendwann war dann die Gans im Ofen, das Kraut köchelte vor sich hin, die Nachspeise war im Eiskasten, der Tisch gedeckt und die Küche geputzt.

Und als die Gäste kamen, war dann der Moment der Wahrheit: war die Gans zu fettig, zu trocken, zu geforern, zu… sie war perfekt. Die Semmelknödelfüllung war knusprig, die Äpfel herrlich warm, das Rotkraut saftig, die Nachspeise (Kürbisspekulatiustiramis) ein Traum… nur die Maroni waren zu hart.

Was für ein schöner Abend!

(mit der Gans meines Opas kann ich es noch lange nciht vegleichen, aber fürs erste Mal, war ich sehr zufrieden!)

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um es mit den Worten meiner Mutter zu sagen: „Hobn’s ma ins Hirn gschi***??“

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Spekulatius-Kuerbiscreme-Joghurtfrischkaesecreme-kakao- NOMM NOMM

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Mission Possible!!

 

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3 Gedanken zu “Ganslessen in Turkeytown

  1. Oohh Lisa wie genial.:)
    Und du hast so geschmackvoll.dekoriert. Das Foto.mit dem Nachspeisengläschen ist ja wundervoll (vl magst mir ja das Rezept verraten (von.der NS;)). Ich freue mih schon sooo auf Opas Gansl hihi 🙂
    Schön, dass du unsere Kultur in Turkeytown vorstellst.

    Gefällt mir

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