Zwischenstand.

 

Nun bin ich schon wieder zwei Wochen daheim. DAHEIM. Jaaa… Denn obwohl ich nun seit beinahe 2 1/2 Jahren die USA mein Zuhause nenne, wird mein Österreich immer meine HEIMAT sein, mein DAHEIM.

Gestern war ich mit einer lieben Freundin essen, die jahrelang meine Jugendleiterin und Mentorin war- zwei Jahre haben wir uns nicht mehr gesehen, sooo viel gab es zu berichten! Schön war das. Und schmerzhaft. Manchmal könnte ich weinen, es zerreißt mein Herz- an zwei Orten gleichzeitig sein Herz zu haben ist nun mal nicht so einfach.

Jetzt ist Richmond mein Zuhause. Ich habe mein Studium, (hoffentlich bald) Arbeit, meine Kirche, meine Freunde, meinen Alltag, meinen Daniel(!!! Bitte!!! Ich explodier gerade vor Freude, weil ich mich soooo freue meinen besten Freund und die Liebe meines Lebens als MEINE Familie zu bezeichnen!! Mein MANN!!)-kurz: mein Leben.

Aber.

Da wäre noch der Ort, an dem ich aufgewachsen bin. Meine Eltern, Schwestern (und Schwager und Neffe), Großeltern, Freunde, mit denen ich seit Kindheitstagen befreundet bin, den Wald, meine Lieblingsbäckerei mit den allerbesten Kipferl überhaupt.

Nein, es ist nicht einfach 7000 km (laut Google 7247 km) von daheim entfernt zu sein. Das sind 9 Stunden Flug und 6 Stunden Zeitverschiebung.

Wenn ich drüben, also in den USA bin (jetzt wo ich ‚hier‘ bin, ist mein normales ‚hier‘ drüben… Da soll sich wer auskennen), geht es- meistens- besser. Klar, ich vermisse meine Heimat, meine Familie, meine Freunde. Aber ich bin meistens beschäftigt. Sobald ich aber hier, also Österreich, bin… Uff… Da weint mein zweigeteiltes Herz. Da sehe ich, wie sehr ich meine Familie und Freunde vermisse. Wie gerne ich hier spazieren bin, die kleinen Läden in der Altstadt liebe, die Kaffeehäuser, Bäckereien, auf der Terrasse mit den Eltern sitzen, Filmeabend mit den Geschwistern, mal eben zur Freundin zum Filmschauen radln, mit der Oma Palatschinken essen… Ohje, wie sehr genieße ich das. Und wie sehr schmerzt mein Herz bei dem Gedanken, in zwei Wochen wieder heim zu fliegen. Zu wissen, ich werde nur über Skype meinen Neffen sehen, zu wissen, es wird kein spontanes ‚Mama, Daniel und ich kommen auf einen Kaffee vorbei‘ geben, kein ‚Oma, magst du ins Ikea fahren?‘, kein ‚Magst du Film schauen kommen?‘

Ja, das ist schwer. Aber ich weiß auch: ich habe dort meinen Platz gefunden. Endlich.

Und so genieße ich eben die Zeit, die ich jetzt habe. Und zeige ein paar Fotos;-)

Denn neben all dem Hochzeitswahnsinn und zweigeteilten Herzschmerz, lassen wir es uns gut gehen: wandern in Salzburg, spazieren gehen, Radler trinken, am Teich liegen, Frühstücken gehen, laufen gehen, im Bücherladen schmökern und ganz viel gutes Mama Essen! … Dahoam is es supa!

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2 Gedanken zu “Zwischenstand.

  1. man sieht halt immer nur die schönen und spannenden seiten des auswanderns, die schmerzlichen bleiben einem als unbetroffener eher verborgen. ich kann mir vorstellen, dass es schwierig ist. aber andererseits halt auch eine tolle erfahrung und dank all den neuen technologien nicht mehr ganz so krass wie vielleicht vor ein paar jahrzehnten…

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