Hier so.

Im Moment fällt es mir schwer, hier etwas zu schreiben. Hauptsächlich, weil ich nicht weiß, worüber. Und auch, weil ich nicht weiß, wie viel ich wirklich teilen möchte, mit der großen Internetwelt.

Eigentlich wollte ich ja einen „Christmas in the City“ schreiben, mit weihnachtlicher Deko, Keksrezepten, Fotos von Daniel und mir wie wir verliebt vorm Christbaum stehen, turtelnd Lichterketten aufhängen oder vorm Nussknackerballet stehen (der Gute hat mich nämlich mit Tickets überrascht!). Auch wollte ich einen Post ala „sieben Dinge die ich in 2016 gelernt habe“ schreiben, oder einen Jahresrückblick (2016 war super, es wurde geheiratet und ich bin so ein Streber, dass ich ein Stipendium bekommen habe, Buchclub rockt, bla bla bla). Zumindest einen „sieben Dinge, die ich mir für 2017 vornehme“ Post hatte ich vorgenommen (mir Auszeiten erlauben, freundlich sein, einmal pro Monat einen neuen Kurs im Fitnessstudio ausprobieren…)

Aber auch das ist zu stressig im Moment.

Also gibt es jetzt nur eine kleine Zusammenfassung der letzten paar Wochen.

Weihnachten war super, die Woche davor hab ich mir die Hand verletzt und durfte Bandage tragen, was putzen und kochen etwas schwer gemacht hat. Aber ich als Kontrollfreak und Perfektionist habe mal wieder Schmerzen in Kauf genommen, um die Wohnung tip top zu putzen und ein Weihnachtsmenü zu kochen. Kurzfristig haben der Mann und ich beschlossen, die Schwiegerfamilie am Heilig Abend zu uns einzuladen und da ich bis Donnerstag gearbeitet habe und noch zum Frisör musste, musste das alles Freitag gemacht werden. Ein Hoch auf Online Supermarkt einkaufen- online bestellen, zum Supermarkt fahren und es abholen. Man, bin ich amerikanisiert worden (ist aber super. Da sitze ich daheim Kaffee trinkend und shoppe Lebensmittel!). Jedenfalls war das Essen sehr lecker (Fondue a la Mama) und der Abend sehr gemütlich, es wurde gelacht und geplaudert und ich wurde als die perfekte Hausfrau gelobt und am nächsten Tag dachte ich, ich werde ohnmächtig vor Schmerzen in der Hand. Naja, worth it (oder?).

Zwischen Weihnachten und Silvester wurde gechillt, mit einer Freundin Stranger Things bingegewatched, mit einer anderen Freundin Wohnung zusammengepackt, die jetzt fûr FÜNF (!) Jahre nach Uganda zieht, könnt euch vorstellen, wie da die Tränen fließen. Zwischendurch spazieren gegangen und irgendwann bin ich heulend beim Arzt gelandet, weil ich dachte, ich hätte einen Herzinfarkt. Der meinte nur, ich muss dringenst chillen und relaxen und aufhören, so viel Stress zu machen. (Kleiner Tip: Dr. Google ist nicht unbedingt hilfreich in solchen Fällen, laut dem hatte ich nämlich Herzinfarktschlaganfallbrustkrebsgebrochenerippewasweißichwas). Also wurde seit einer Woche nicht mehr Emails gecheckt, die Wäsche nicht gebügelt, und an Silvester, statt eine Party zu schmeißen, bin ich, nach dem obligatorischen Dinner for One, noch vor Mitternacht schlafen gegangen. Herrlich! Ausgeschlafen startet es sich viel besser ins neue Jahr!

Jetzt ist noch eine Woche Ferien, bevor am Montag Uni und Arbeit wieder los gehen und ich hab jetzt schon Schweißausbrüche bei dem Gedanken an Prüfungen.

Natürlich habe ich mir auch wieder Neujahrsvorsätze genommen, allerdings habe ich die auf drei reduziert:

1. Lernen zu entspannen.

2. Nicht so streng mit mir selbst sein und mir Fehler erlauben (besonders wichtig in der Schule, eine 1 reicht auch, es muss nicht immer eine 1+ sein).

3. Einen 10km Lauf laufen.

 Ein Wort habe ich auch für 2017, welches mich begleiten soll: Gnade(nvoll). Ich möchte gnädig mit meinen Mitmenschen, dem Briefträger, Cafehausbesitzer, Kassiererin, Mitschülern und mir selber.

Also, Chillermodus an, stresst euch nicht zu sehr und geht raus an die frische Luft. Bei uns ist für morgen übrigens Schnee angesagt. Wisste eh, was das bedeutet: Apokalypsenmodus an, Supermarkt leer kaufen und alles sperren.

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7 Gedanken zu “Hier so.

  1. So schön wieder von dir zu lesen, liebe Lisa!
    Ich wünsche dir ein frohes und gesegnetes Neues Jahr. Das mit deiner Hand tut mir leid, hoffe sie ist jetzt wieder verheilt. Genieß noch deine letzte Ferienwoche, bei mir ist es jetzt schon ziemlich stressig, weil ich am Ende des Monats meine mündliche Prüfung hab. Oh man, bin ich nervös…
    Alles Liebe, Lena

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    • Danke! Die hand ist tatsächlich verheilt und tut nicht mehr weh… mal schauen wie es ist, wenn ich wieder regelmäßig signe und mit kindern spiele!
      Ich drück dir ganz fest die daumen!

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  2. Jakob hat mir in Sachen Stress viel beigebracht. Wenn es stressig ist, dann geht es ihm nicht gut. Somit war die Adventszeit, Weihnachten und Silvester sehr entspannt 🙂
    Ich habe nur so viel machen können, wie Möglich war. Er steht auch an erster Stelle und dann kommt erst der Haushalt usw.

    Bei dir steht auch Gott und du an erster Stelle und wichtig ist, wie es dir geht. Schau auf dich! Dein Körper signalisiert dir zum Glück eh wann es zu viel ist!

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  3. das ist wohl ein ganz gutes wort fürs neue jahr und auch gute vorsätze. ich bin mal wieder krank ins neue jahr gestartet – der hyperaktivitätsschussvordenbug wie es aussieht. mein wort ist übrigens gelassenheit. der hand gehts schon besser?

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