Das einzige Mittel, das bei Heimweh hilft.

Seit Oktober plagt mich das Heimweh. Das lag erstens daran, dass eigentlich geplant gewesen wäre, dass ich in den Herbstferien heimfliege. Dann war aber das Semester so intensiv und es wäre unmöglich gewesen, einen Tag zu versäumen.

Zweitens kamen meine Eltern über Weihnachten/Neujahr nicht zu Besuch, so wie sie es die Jahre davor getan hatten.

Und dann hat mich das Heimweh so richtig gepackt.

Klar geht es mir sehr gut in den USA und ich liebe es, dort zu leben, habe Familie, tolle Freunde, tolle Wohnung und bis vor kurzem eine tolle Kirchengemeinde. (Klar, wir sind gerade erst umgezogen in eine neue Stadt, 470 km von den Schwiegereltern und Freunden, müssen erst Anschluss finden, die Stadt kennen lernen und eine neue Kirche suchen, das erschwert alles noch einmal).

Allerdings merke ich immer wieder, wie sehr Österreich mir abgeht. Das Essen. Die Kultur. Die Traditionen. Meine Familie. Meine Freunde. Samstag Nachmittag auf einen Kaffee zur Mama, mal eben mit der Schwester spazieren, abends mit der Freundin ins Kino, mit dem Papa ins Museum und mit der Oma ins Ikea. Das fehlt mir schon sehr. Ich bin sehr verbunden mit meiner Familie, habe ein sehr enges Verhältnis mit meinen Schwestern (und Schwager!). Mir geht es ab, meinen Neffen zu sehen, mit der Mama am Sofa zu stricken, nach der Kirche ins Kaffeehaus zu gehen und den österreichischen Tatort anzuschauen. (Von den Lebensmitteln, die ich in den USA nicht bekomme, ganz zu schweigen).

Bis jetzt dachte ich, die beste Medizin bei Heimweh wäre Handy abdrehen, mich im Zimmer einsperren und die Mediathek auf orf.at, zdf.de und ard.de anzuschauen. Irrtum.

Die beste Medizin war für mich war heimfliegen. Und das tat ich auch. Relativ spontan haben meine Eltern und ich  beschlossen, dass ich heimfliege. Daniel war einverstanden, auch wenn er am liebsten mitgeflogen wäre, und mit der Uni hat es auch geklappt.

2 Wochen Pflegeurlaub im Hotel Mama und Papa. Selbstgebackenes Brot, Knödeln und Sauerkraut, ausgedehnte Spaziergänge, Theaterbesuch mit dem Papa (Papa Töchter Dates sind so wichtig!! Immer noch liebe ich die und bin ganz Papadeppert:-) Also, Papas: geht mit euren Töchtern auf dates! Wir lieben es von euch verwöhnt zu werden!), Frühstücken gehen, mit dem Neffen spielen und ganz viel Kuscheln, bei der Oma am Sofa liegen und Geschichten hören, sämtliche Kinderkassetten anhören und alte Lieblingsfilme anschauen. Alte Kisten randvoll mit Erinnerungen durch schauen und Briefe finden von 2006, als ich in Argentinien war.

Es war eine sehr schöne Zeit (und sehr frisch! Minusgrade bin ich gar nicht mehr gewöhnt!).

Und nach zwei Wochen konnte ich sagen: Heart’s full. Belly’s full. Suitcase’s full of soul saviours (1 kg Backerbsen!). Jetzt ist meine Seele wieder aufgepäppelt und mein Kopf ist voller Energie und Elan. Gleich mal Tulpenzwiebel kaufen und Brot backen.

20170206_131422 20170206_103056

20170209_043245

20170210_032115

20170211_131825

20170213_172232

20170214_083415

20170217_052342

20170217_113941

20170218_033347

20170219_022749

20170218_112044

20170222_081728Und weil ich Valentinstag verpasst habe und an unserem 1. Hochzeitstag heimgekommen bin, gabs eben Valentinstags-, Hochzeitstag- und welcome home Blumen auf einmal!

Advertisements

Ein Gedanke zu “Das einzige Mittel, das bei Heimweh hilft.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s