Sommer, Sonne, Schweden.

Seit etwas über einer Woche sind wir nun wieder zurück im gelobten Land. Die Koffer sind längst ausgepackt und verstaut, die Wäsche gewaschen, ein neuer Wäscheberg wieder gewachsen. Die Flugzeugklimaanlangenverkühlung ist überwunden, der Muskelkater vom Gepäckschleppen weg, und die Verspannung im Nacken und den Schultern dank 6 Stunden auf einer Burger King Bank schlafen, 4 Stunden am Gate sitzen und 10 1/2 Stunden Flug sind dank Massage auch passé. In Gedanken verarbeite ich noch die vielen Eindrücke von unserem Urlaub. Heute habe ich zum ersten Mal versucht, diese Eindrücke in Worte zu fassen und dieses Wortgewirr zu Papier zu bringen. Alles was ich geschafft habe, war: „Urlaub war super. Viel zu viel gegessen, Radl gefahren, Heidelbeeren gepflückt, Unmengen an Kaffee getrunken, gestrickt, gelesen. Heimreise war lang.“

Daniel und ich waren zwei Wochen in Schweden mit meiner Familie. Irgendwo im nirgendwo in einem Ort, der aus 3 Häusern bestand. Ein Haus davon war unser Ferienhaus. Ein altes Haus, bei dem die Türen gequietscht und der Boden geknarrt hat. Umgeben von Wald, Wiese und Kühen. (Und Bremsen)

Die ersten Tage waren wir zusammen in Copenhagen, und haben unseren 1. österreichischen Hochzeitstag gefeiert (wir haben ja im Februar in den USA geheiratet und dann im Juli in Österreich, werden aber den Februar als unseren Hochzeitstag feiern). Copenhagen ist so eine schöne, gemütliche Stadt!

Nach einer langen Zugreise kamen wir dann in Schweden an, wo wir eine wirklich tolle Zeit hatten.

An einem Tag sind wir mit dem Rad um den See gefahren- die kleine Runde- 66 km. Durch Wald und Wiese, an Pferden und Kühen vorbei, vorbei an roten Häusern und alten Kirchen. Zwischendurch sind wir stehen geblieben, um unsere mitgebrachten Brote zu essen und Kaffee zu trinken. Und Heidelbeeren zu pflücken. Einfach im Wald hinsetzen und Heidelbeeren pflücken, bin die Hände und die Zunge lila-blau gefärbt ist.

Natürlich sind wir auch nach Göteborg gefahren- eine meiner liebsten Städte auf dieser Welt. Am Hafen haben wir Schrimpsbrötchen gegessen. In meinem Lieblingscafé Kaffee getrunken und Zimtschnecken gegessen. Anschlieβend sind wir zu dem Häuschen gefahren, dass früher meinem Opa bzw. seiner 2. Frau gehört hat, und wo wir als Kinder unseren Sommer verbracht haben. Wir sind den Waldweg zum See gegangen, den ich als Kind so oft gegangen bin. Zu dem See, an dem ich mit meinem Papa Sandburgen gebaut habe.

Abends saβen wir im Wohnzimmer, haben gestrickt, gelesen, Karten gespielt. Bausteine mit meinem Neffen gebaut. Oder saβen auf der kleinen Veranda und haben Wein getrunken. Und selbstgemachten Schnaps. Spät abends sind wir spazieren gegangen, die Sonne war gerade am Untergehen. Und mir blieb die Luft weg, weil Schweden so ein schönes Land ist, und ich oft hin- und hergerissen bin, bei meiner Sehnsucht, ein kleines rotes Häuschen irgendwo in Schweden zu besitzen.

Es fällt mir schwer, diesen tollen Urlaub in Worte zu fassen.

Bevor wir gefahren sind, habe ich eine Liste an Dingen geschrieben, die ich gerne machen würde. Abgehakt habe ich kaum etwas. Im Gegenteil, die Liste verschwand gleich einmal irgendwo in einer Schublade, gemeinsam mit dem Handy.

Ich war NICHT jeden morgen laufen.
Ich war NICHT fischen und Boot fahren.
Ich war NICHT jeden Tag schwimmen und auch nicht mitten in der Nacht.
Ich habe NICHT jeden Tag Tagebuch geschrieben.
Ich habe NICHT James Bond gelesen, wie eigentlich vorgenommen.
Ich habe KEINEN Elch gesehen.

Dafür…
habe ich viel geschlafen.
habe ich 2 Wochen lang kein Internet gehabt. So herrlich!
haben wir jede Menge Karten gespielt und andere Brettspiele.
habe ich Unmengen an Zimtschnecken, Waffeln und Heidelbeeren gegessen.
waren wir radfahren und spazieren.
haben wir das Plantschbecken aufgestellt, mit warmen Wasser befüllt und haben „Day Spa“ gespielt, mit Kaffee und Keksen, während mein Neffe gepritschelt hat.
war ich mit meiner Mama Kaffee trinken und mit meinem Papa Rad fahren.haben wir family time deluxe genossen.

Und hier ein paar Fotos, weil Fotos mehr als 1000 Worte sagen.

 

 

Pictures by:

Anna.
Daniel.
Lisa.
Papa.

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5 Gedanken zu “Sommer, Sonne, Schweden.

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