Halbes Jahr.

Kaum zu glauben, aber die erste Hälfte des Jahres 2017 ist schon um. Hat es nicht erst gestern begonnen? Es war doch gerade noch so frisch, neu und unbekannt. Voller Erwartung und Pläne.

Und nun sind wir mittendrin, es fühlt sich nicht mehr unbekannt an, es fühlt sich bequem und vertraut an.

Das erste halbe Jahr war schon mal sehr ereignisvoll. Wir sind umgezogen! In eine Stadt, in der wir niemanden kannten! Neuer Job, Besuch daheim, Besuche in Richmond, Wanderungen, Kirchenfreizeit, Schwimmen und Boot Fahren, neuer Hauskreis, neue Wohnung, neues Alles.

Um diese Zeit blicke ich gerne auf die ersten Monate zurück und gehe meine Vorsatz-Liste durch. Wie viel habe ich davon eingehalten? Wobei, „einhalten“ möchte ich nicht sagen. Es war ja keine to-do Liste, sondern 3 Punkte, an die ich mich gerne erinnern möchte. Und eine laaaaaange Leseliste.

1. Lernen zu entspannen. Ja, entspannen kann ich. Aber meine Gedanken zu entspannen, das fällt mir nach wie vor schwer.

2. Nicht so streng mit mir zu sein und Fehler erlauben. Ja, als Perfektionistin ist das sehr schwer.

3. Einen 10 km Lauf laufen. Einmal geschafft, am Laufband. Wird Zeit, dass ich mich anmelde!

Auch meine Bücherliste habe ich fleißig abgearbeitet bzw erneuert, erweitert und überarbeitet.

Dazu gekommen sind:
The Glass Castle. House of Mirth. Far from the Madding Crown. Doctor Zhivago.  The Goldfinch. The Nest. H is for Hawk. The Warmth of other Suns.

Als Wort habe ich mir GNADE (nvoll). Gnädig mit meinen Mitmenschen, mit mir selber sein. Jeden Tag. Gerade beim Autofahren geht es immer besser. Nur manchmal darf ich an meiner Direktheit arbeiten.

Ich bin gespannt, was die 2. Hälfte ao mit sich bringt. Es wird bestimmt spannend: ich beginne an der neuen Uni, wir fahren auf Urlaub, wir wollen mehr in der Kirche involviert sein, mein Buchclub steht an, und einige Entscheidungen und (große) Veränderungen stehen an. Wie zum Beispiel mein Frisörtermin.  Und hoffentlich klappt es jetzt mal mit dem Sauerteig. Die letzten paar male hat der nämlich zum Schimmeln begonnen. Habt ihr Ratschläge? Auf sämtlichen Brotbackforen steht nämlich nur: wegschmeissen, neu anfangen. Und wer zahlt mir das Joghurt und das Roggenmehl?

Advertisements

19. April

Samstag, 19. April 2014 wird immer ein besonderer Tag für mich sein. Es war der Tag, der mein Leben veränderte, wenn auch anfangs unbemerkt. Es war der Tag, an dem ich Daniel kennen gerlernt habe.

Es begann eigentlich am 18. April 2014. Eine Freundin aus der Kirche fragte mich, ob ich Lust hätte mit ihr und zwei ihrer Freunde ins Kino gehen wollte. Es war Karfreitag und eigentlich wollte ich daheim bleiben, Kino am Karfreitag? In der Fastenzeit? Nein, danke. Ich ging aber dann doch. Wenn ich etwas während meiner Austauschschüler- und Aupairzeiten gelernt hatte, dann das: wenn du neu in einer Stadt bist und dich jemand fragt, ob du etwas unternehmen möchtest, sage ja. Also ging ich. Der Film war doof, das Essen war OK, und ihre zwei Freunde waren ganz lustig.

Ich war müde und wollte heim. Es ging also zu meiner Freundin, wir hatten noch eine girl’s slumber party, beteten und gingen schlafen. Am nächsten Tag, Karsamstag, wollten wir zu einem Picknick, von mehreren Kirchen organisiert.

Was ich nicht wusste: einer der zwei Freunde rief noch am Heimweg seinen besten Freund an, um ihm zu zu überreden, zum Picknick zu kommen, er hätte soeben ein Mädchen aus den Niederlanden kennen gelernt, er müsse sie unbedingt treffen. Der beste Freund war Daniel, das Mädchen aus den Niederlanden war ich.

Am nächsten Tag ging es zum Picknick. Ich weiß noch genau, wie unzufrieden ich mit meinen Haaren war und mit meinem Outfit. Ich hatte ein rosa Shirt an (und damals trug ich absolut gar kein Rosa). Im Park kam ich mir total fehl am Platz vor, ich kannte niemanden und kam mir so blöd vor, weil ich mich an meine Freundin klammerte. Irgendwann kam dann so ein Typ daher, der irgendwas von cookie cakes faselte und bla bla bla. Ich wollte doch nur heim. Als der Typ dann aber fragte woher ich kam, und ich Österreich und Schweden antwortete, und er erzählte seine Mama hat in Schweden gelebt, began die Unterhaltung leichter zu werden. Wir haben geplaudert, und irgendwann hat er dann gefragt, wie es mir hier so gefällt und ob wir uns mal treffen wollen. Also wurden Telefonnummern getauscht und wir haben uns verabschiedet.

Am Heimweg hat er seinem Mitbewohner erzählt: „Das Mädchen, das ich soeben getroffen habe? Die werd ich mal heiraten“.

Er sollte recht behalten.

Und der 19. April wird jetzt jedes Jahr gefeiert.

(Im Park, wo wir uns kennen gelernt haben, hat er auch bei meinem Papa um meine Hand angehalten, und hatte auch geplant, mir den Heiratantrag zu machen. Der Plan wurde dann aber kurz fristig geändert, und er hat woanders gefragt)

Gib auf dich Acht.

Im Moment geht es mir nicht sehr gut. Ich bin sehr schlapp und energielos. Konnte ich vor einem Monat nicht schlafen, weil mein Puls auf gefühlt 260 war und ich dachte, ich hätte einen Herzinfarkt, weil ich so gestresst war, komme ich momentan so gar nicht in die Gänge.

Ich bin antriebslos, könnte den ganzen Tag schlafen, mich quälen Kopfschmerzen und extreme Übelkeit (Ingwerkaugummis sind übrigens DIE Lösung! Ich habe immer welche dabei, wenn Übelkeit zuschlägt).

Der Arzt meines Vertrauens, Dr. Google, meinte, es sei entweder Gehirntumor oder Schwangerschaft. Mein echter Arzt des Vertrauens (der Hausarzt) meinte, es sei Wintermüdigkeit und Nebenwirkungen meiner Medizin und ich vertrage die Inhaltsstoffe nicht. Ich soll mehr Bewegung machen, mehr an die frische Luft und mehr Obst und Gemüse essen und die Medizindosis verringern und abends statt morgens nehmen.

Eigentlich dachte ich, ich gebe gut auf mich Acht, ernähre mich ausgewogen, mache Sport und bin viel an der frischen Luft.

Leider stimmt das aber so gar nicht im Moment. Ich vergesse oft zu essen und erst nachmittags gegen 16 Uhr fällt mir ein, dass ich bis auf etwas Brot in der Früh noch gar nichts gegessen habe. Sport mache ich momentan auch keinen- weil, zu müde, zu kalt, zu Aua, zu überhaupt. Raus gehe ich auch kaum, weil ur kalt, ur Regen, ur müde, ur Netflix (The Crown- so, so gut!).

Nachdem ich heute beim Arzt war und anschließend einen großen Kaffee getrunken habe (oder, um es in den Worten der Krankenschwester zu sagen: „Honey, you better get some coffee. And eat some breakfast“), habe ich mir ein paar Gedanken zu meiner Gesundheit, meinem Körper und meinem momentanen Gemütszustand gemacht.

Dass November, Jänner und Februar die trüben Monate sind, ist mir bewusst. Viele verfallen in eine Winterdepression, sind bedrückt und wollen sich am liebsten verkriechen. Ich gehöre auch dazu. Mittlerweile habe ich mir das auch eingestanden und geniere mich nicht mehr dafür, dass ich etwas gegen meine Winterdepression und meine Angstzustände schlucke. Denn wenn mir das hilft, morgens aus dem Bett zu kommen und beim Autofahren keine Panikattacke zu bekommen, dann nehm ich das gerne in Anspruch!

Allerdings haben diese Tabletten bei mir auch Nebenwirkungen- extreme Müdigkeit und Übelkeit, Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit. Dazu kommen Vitamin D Mangel und Eisenmangel (weil ich kein Fleisch esse und kaum in die Sonne komme, eben weil ich so müde bin und nur schlafen möchte.

Ich möchte nicht in diese Spirale reinrutschen und alles auf Tabletten, Winter und Müdigkeit schieben.

Also habe ich mir eine Liste geschrieben, mit Dingen, die mir helfen. Und ich musste wieder mal feststellen, dass es immer die gleichen Dinge sind, die mir gut tun und die mir helfen.

  1. Gott, Immer wieder Gott. Sein Wort lesen, beten, in seiner Gegenwart ruhen.
    Ich möchte sein Wort lesen, Gedanken dazu aufschreiben, beten- für meine Freunde und Familie, für Politiker, für meine Nachbarn.
  2. Ernährung: Obst und Gemüse. Und ja, auch Fleisch, damit der Eisenmangel behoben wird.  Drei Mahlzeiten am Tag, Zucker reduziert und mir vorallem Zeit nehmen beim Essen und nicht hudel hudel vorm Fernseher, im Stehen, während dem Lernen.
  3. Bewegen. Laufen gehen, Yoga, spazieren gehen.
  4. Frische Luft. Es tut so gut, hinaus zu gehen, pustet den Kopf frei und bringt dich auf andere Gedanken.
  5. Tagebuch schreiben und Bücher lesen.
  6. Gnade mit mir selber haben.

Am Samstag ziehen wir nach North Carolina. Ich habe gleich meinem Professor geschrieben, ob ich vorarbeiten kann, da ich nicht weiß, ab wann wir Internet haben warden. Er meinte nur, „ja gute Idee, bring dich mit möglichst viel Extra Stress um und arbeite 3 Wochen vor.“ Also gut, dann lerne ich halt im Café, wo es Internet gibt.

Und jetzt gehe ich spazieren, bevor ich weiter Koffer packe.

 

Richmond, es war schön hier. Vor drei Jahren wurde ich mit offenen Armen empfangen, nun wird es Zeit, los zu lassen und neu anzufangen.

 

Hier so.

Im Moment fällt es mir schwer, hier etwas zu schreiben. Hauptsächlich, weil ich nicht weiß, worüber. Und auch, weil ich nicht weiß, wie viel ich wirklich teilen möchte, mit der großen Internetwelt.

Eigentlich wollte ich ja einen „Christmas in the City“ schreiben, mit weihnachtlicher Deko, Keksrezepten, Fotos von Daniel und mir wie wir verliebt vorm Christbaum stehen, turtelnd Lichterketten aufhängen oder vorm Nussknackerballet stehen (der Gute hat mich nämlich mit Tickets überrascht!). Auch wollte ich einen Post ala „sieben Dinge die ich in 2016 gelernt habe“ schreiben, oder einen Jahresrückblick (2016 war super, es wurde geheiratet und ich bin so ein Streber, dass ich ein Stipendium bekommen habe, Buchclub rockt, bla bla bla). Zumindest einen „sieben Dinge, die ich mir für 2017 vornehme“ Post hatte ich vorgenommen (mir Auszeiten erlauben, freundlich sein, einmal pro Monat einen neuen Kurs im Fitnessstudio ausprobieren…)

Aber auch das ist zu stressig im Moment.

Also gibt es jetzt nur eine kleine Zusammenfassung der letzten paar Wochen.

Weihnachten war super, die Woche davor hab ich mir die Hand verletzt und durfte Bandage tragen, was putzen und kochen etwas schwer gemacht hat. Aber ich als Kontrollfreak und Perfektionist habe mal wieder Schmerzen in Kauf genommen, um die Wohnung tip top zu putzen und ein Weihnachtsmenü zu kochen. Kurzfristig haben der Mann und ich beschlossen, die Schwiegerfamilie am Heilig Abend zu uns einzuladen und da ich bis Donnerstag gearbeitet habe und noch zum Frisör musste, musste das alles Freitag gemacht werden. Ein Hoch auf Online Supermarkt einkaufen- online bestellen, zum Supermarkt fahren und es abholen. Man, bin ich amerikanisiert worden (ist aber super. Da sitze ich daheim Kaffee trinkend und shoppe Lebensmittel!). Jedenfalls war das Essen sehr lecker (Fondue a la Mama) und der Abend sehr gemütlich, es wurde gelacht und geplaudert und ich wurde als die perfekte Hausfrau gelobt und am nächsten Tag dachte ich, ich werde ohnmächtig vor Schmerzen in der Hand. Naja, worth it (oder?).

Zwischen Weihnachten und Silvester wurde gechillt, mit einer Freundin Stranger Things bingegewatched, mit einer anderen Freundin Wohnung zusammengepackt, die jetzt fûr FÜNF (!) Jahre nach Uganda zieht, könnt euch vorstellen, wie da die Tränen fließen. Zwischendurch spazieren gegangen und irgendwann bin ich heulend beim Arzt gelandet, weil ich dachte, ich hätte einen Herzinfarkt. Der meinte nur, ich muss dringenst chillen und relaxen und aufhören, so viel Stress zu machen. (Kleiner Tip: Dr. Google ist nicht unbedingt hilfreich in solchen Fällen, laut dem hatte ich nämlich Herzinfarktschlaganfallbrustkrebsgebrochenerippewasweißichwas). Also wurde seit einer Woche nicht mehr Emails gecheckt, die Wäsche nicht gebügelt, und an Silvester, statt eine Party zu schmeißen, bin ich, nach dem obligatorischen Dinner for One, noch vor Mitternacht schlafen gegangen. Herrlich! Ausgeschlafen startet es sich viel besser ins neue Jahr!

Jetzt ist noch eine Woche Ferien, bevor am Montag Uni und Arbeit wieder los gehen und ich hab jetzt schon Schweißausbrüche bei dem Gedanken an Prüfungen.

Natürlich habe ich mir auch wieder Neujahrsvorsätze genommen, allerdings habe ich die auf drei reduziert:

1. Lernen zu entspannen.

2. Nicht so streng mit mir selbst sein und mir Fehler erlauben (besonders wichtig in der Schule, eine 1 reicht auch, es muss nicht immer eine 1+ sein).

3. Einen 10km Lauf laufen.

 Ein Wort habe ich auch für 2017, welches mich begleiten soll: Gnade(nvoll). Ich möchte gnädig mit meinen Mitmenschen, dem Briefträger, Cafehausbesitzer, Kassiererin, Mitschülern und mir selber.

Also, Chillermodus an, stresst euch nicht zu sehr und geht raus an die frische Luft. Bei uns ist für morgen übrigens Schnee angesagt. Wisste eh, was das bedeutet: Apokalypsenmodus an, Supermarkt leer kaufen und alles sperren.

Hello. It’s Me. [Again]

Can you hear me?

 

Und aufeinmal waren zwei Monate um.

Ohne viel Geschwafel bin ich mal eben verschwunden und so langsam aber sicher wage ich mich aus meinem Versteck heraus. Anfangs habe ich noch ab und an beim Blog reingeschaut, aber irgendwann war auch das zu viel.

Der Grund für diese (länger als geplante) Pause war Überforderung. Und zwar totale, komplette Überforderung. Dieses Semester war sehr, sehr anstrengend und nervenraubend. Ich möchte da auch nicht näher eingehem, es sei nur gesagt: ich will nie wieder hören, Studenten haben nichts zu tun. Ich bin teilweise von 6 Uhr Morgens bis 11 Uhr Nachts am Schreibtisch gesessen, ohne Pause, und dass von Montags bis Sonntags. (Und dann arbeite ich ja auch noch!) Insgesamt 40 Seiten literaturanalytische Seiten geschrieben, von über 500 Seiten Früh Amerikanischer Literatur, dazu noch jede Menge Biologie und Amerikanische Geschichte. Ich kann stolz sagen, dass ich meine bisher längsten Arbeiten geschrieben habe- 15 Seiten über die Frauenrechtsbewegung in Amerika und 12 Seiten über Sklaverei und wie die Effekte in Literatur präsentiert werden. Und Civil War Experte bin ich jetzt auch. Fast. Zumindest muss ich nicht mehr blöd fragen, uhm so when did y’all have the war? (Dass Englisch nicht meine Muttersprache ist und das Studium daher manchmal etwas schwieriger für mich ist, darf man ja auch nicht vergessen…). Zwischendurch dachte ich, ich hab nen Herzinfarkt und es kam auch öfters vor, dass ich heulend am Bett lag, weil ich dachte vor Brust- und Herzschmerzen nicht mehr atmen zu können. (Und dann habe ich meine Mama ganz schlimm vermisst, weil sie mir bitte sagen soll, dass sie mit der Lehrerin sprechen wird!)

Gerne würde ich jetzt schreiben, dass ich jedes Wochenende wandern war, brunchen mit Freunden, die Wohnung schön weihnachtlich dekoriert ist und ich fröhlich Kekse backe.

Nichts. Die Wäsche steht ungebügelt (!) seit 2 Wochen (!) rum, statt Weihnachtsgeschenke werd ich wohl eine SMS schicken, und auch sonst ist alles stehen und liegen geblieben. Und soll ich noch was verraten? Ich hab noch nicht mal die Hochzeitsfotos komplett durch gesehen!

Wie gesagt. Totale Überforderung.

Dafür steht der Baum und ich hab einen improvisierten Adventkranz.

Oh und im Fitnessstudio habe ich mich endlich, endlich angemeldet. Da geht es jetzt 2-3 mal die Woche, zwischen Vorlesungen hin, schön aufs Laufband und Yoga. Mein Knie und mein Rücken machen mir zur Zeit das Leben schwer. Im Spital war ich schon, weil der Verdacht eines Blutgerinsels am Knie gab und ich solche Schmerzen hatte, dass ich nicht mal weinen konnte. Aber jetzt ist alles (meistens) gut, nur ab und zu schmerzt es, aber dann so richtig.

Die Woche stehen noch alle Prüfungen an und ich bin mega nervös,… aber es wird schon schief gehen. (Hoffentlich nicht).

Fotografierfaul war ich wie immer, aber ein paar Schnappschüsse gibt es doch.

20161119_10322020161205_082521img952746

Ich hab mir nämlich, weil mir ja ach so fad ist, Braille beigebracht. Das hier heißt All the light we cannot see (wir haben im Buchclub das Buch gelesen)

Ich hab mir nämlich, weil mir ja ach so fad ist, Braille beigebracht. Das hier heißt All the light we cannot see (wir haben im Buchclub das Buch gelesen)

Ps. ich hab euch vermisst. good to be back, y’all.

Und ganz viele Ideen für neue Beiträge habe ich aucha Aber jetzt müssen noch zwei Tage voi gas gelernt werden und dann erst mal gechillt. Ich muss nämlich alle 10 Staffeln Friends schauen. Netflix, Freund und Feind zu gleich!

 

Argentinien

(Kurzer Gedankeneinschub: yeah, seit Samstag habe ich ENDLICH einen Schreibtisch, und jetzt sitze ich an meinem neuen Platz, am Fenster, und schreibe am COMPUTER und nicht so wie die letzten Monate am Ipad/IPhone auf dem Sofa, im Bett oder in der Küche…)

Heute gehen die Gedanken rund. Nicht nur, weil ich Wohnung aufräume, einräume, umräume, meine ganzen Schulsachen, die jetzt 3 Monate in Kisten irgendwo rumgekulltert sind, wieder einordne, meinen Schreibtisch einräume  und mich langsam auf das kommende Semester vorbereite, sondern auch, weil mir heute mal wieder bewusst geworden ist, wie schnell die Zeit doch vergeht.
Heute vor zehn(!!!) Jahren, haben mich meine Eltern und Schwestern zum Flughafen gebracht und ich bin in das große Abenteuer Schüleraustausch aufgebrochen. 5 1/2 Monate Argentinien.

Man, war ich damals naiv und unvorbereitet. (Gepackt habe ich glaub ich am Abend davor, 1 Koffer und eine Tasche… wenn ich heute ein Wochenende verreise, habe ich mehr Gepäck)

Ich weiß noch, wie ich damals in der Schule die Freistunde mit einer Freundin verbracht habe, als eine Gruppe Austauschschüler zu uns gekommen sind und ihr Programm vorgestellt haben und ich heim gefahren bin und meinen Eltern verkündigt habe: „Ich mach ein Austauschsjahr“. Okay. Also mal informieren, zu Vorbereitungs- und Kennenlerncamps fahren, Formulare ausfüllen, Visum beantragen, Dokumente zusammen suchen und kopieren und schwupps war es August und wir sind zum Flughafen.

Was gab es da Tränen. Und Drama. Und Liebeskummer.

FÜNF MONATE. Das klang damals so unglaublich lang und Argentinien so weit weg. (Ist es ja auch, 2 Stunden von Wien nach Frankfurt, umsteigen, 15 Stunden Flug bis nach Sao Paolo, Zwischenlandung und dann noch mal drei bis nach Buenos Aires, wo es ein Vorbereitungscamp gab und von dort zwei Stunden bis zu meiner Stadt)

Da standen wir also, und die Tränen flossen und ich war super nervös und aufgeregt und ganz kribbelig und als das Flugzeug dann abhob dachte ich nur: „Wow, es geht jetzt wirklich los“

Ich weiß noch genau, wie es sich angefühlt hat, in Argentinien. Alles war so neu. Und roch so ganz anders. Und alles war spannend. Und ich war so unglaublich müde.

Besonders kann ich mich an den Kaffee erinnern. Ein Löskaffee, gemischt mit Milchpulver und ganz viel Zucker. Unglaublich süß. Und das Haus, in dem meine Gastfamilie lebte, war so ganz anders. Ich kann mich noch ganz genau an den Geruch erinnern. Morgens roch es immer nach verbranntem Toast, zu dem wir einen Art süßen Frischkäse aßen. Und Mate. Das Teegetrank, das jeder Argentinier trinkt. Mein erster Satz, den ich zu meiner Gastmama sagte, brav in Flugzeug auswendig gelernt: ‚Soy Lisa. No te entiendo‘.

Zwar hatte ich zwei Jahre lang Spanisch in der Schule gelernt, aber das half mir nichts weiter. Wenn jemand hochdeutsch lernt und dann nach Vorarlberg kommt. Null habe ich verstanden. Fünf Sätze habe och brav auswendig gelernt, und das war das einzige was ich die ersten Wochen gesagt habe: ‚Hola. Me llamo Lisa. Soy de Austria. No entiendo. Como estas?‘

Langsam, ganz langsam habe ich mich getraut, den Mund aufzumachen. Immer dabei: mein mini Wörterbuch, das am Ende ganz zerfleddert war.

Ich bin in eine Landwirtschaftsschule gegangen. Am Programm stand unteranderem: Schafe schlachten. Bohnen pflanzen. Es war eine kleine Schule mit 120 Schülern, und da ich die einzige Austauschschülerin war, hat mich jeder gekannt. Die Mädchen mussten eine Art Kittel tragen, das war die Uniform. Ich wollte das nicht und bin prompt beim Direktor vorgeladen worden. Einmal, als wir auf dem Weg vom Schulgebäude zum Stall waren, kamen aus dem nichts meine Klassenkameraden und haben mich geschnappt und ihn den Wassertrog geschmissen. Was haben wir gelacht! Allerdings wäre ich beinahe suspendiert worden.

Für meine Mitschüler war ich die reiche Europäerin, weil sich meine Eltern einen Fernseher UND einen Computer leisten konnten und ich mir eine Kamera. Ja, an diese Armut erinnere ich mich gut. Da haben 8 Geschwister in einem Zimmer schlafen müssen, die Stadt war furchtbar staubig und schmutzig. Aber gelacht haben alle- ganz unbeschwert. Ich kann mich erinnern, dass auf der Straße Kinder stehen geblieben sind, um mich anzustarren, weil ich (verglichen mit ihnen) blond und so hellhäutig war und nochdazu so groß).

Und getanzt wurde. Ganz viel. Manchmal haben wir uns im Park getroffen, mit einem CD player und haben getanzt. Auch in der Schule mit den Lehrern.

Auf der Straße gab es ganz viele Straßenhändler, die Schmuck verkauften, einmal sind wir in den Norden gefahren, an die Grenze zu Paraguay (mir ist im Bus so schlecht geworden, dass ich mich mega übergeben haben müssen… 30 Stunden Busfahrt ist halt nicht so einfach), dort gab es die frischesten Früchte, die ich je gegessen habe!

Meine Gastgroßeltern hatte eine Schaffarm, zu der wir gefahren sind. „Nicht weit entfernt“- also 6 Stunden Fahrt. Die Farm lag so abgelegen, das nächste Dorf (mit einer Tankstelle und drei Häusern) war drei Stunden entfernt. Nachts war es so dunkel- und dieser Sternenhimmel, den vergesse ich nie. Die Sterne sahen ganz anders aus, als daheim. Und alles war so unendlich weit. Mein Gastbruder hat gejagt, und so sind wir mit dem Jeep los um Guanacos zu jagen, durch den Fluss und einer Herde hinter her. Geritten haben sie auch, wie richtige Gauchos, aber ich hatte zu sehr Schiss, heute bereue ich es irgendwie…

Einmal sind wir ans Meer gefahren und haben Pinguine, Wale und Seelöwen gesehen… die gab es da en masse. In einem kleinen Restaurant habe ich zum ersten Mal Muscheln gegessen… so ganz begeistert war ich damals nicht, aber meine Gastschwester hat mich aufeinmal angestarrt: „Ich bin so neidisch, du hast ja türkise Augen- das hätte ich auch gerne“

Damals war Kommunikation mit Österreich nicht ganz so einfach. Wir hatten MSN Messenger, und emails und ich hatte eine Telefonwertkarte, mit der ich einmal im Monat zu Hause angerufen habe.

Besonders war es zu Weihnachten und an Silvester- wir lagen am Pool, weil es ja Sommer war. Das war mein erstes Weihnachten ohne meine Familie, und ich hab ganz viel geheult, weil meine Gastfamilie nicht wirklich Weihnachten gefeiert hat, und mir meine Familie so richtig abgegangen ist.

Angst hatte ich nie, gefährlich war es- dachte ich zumindest- nicht. Klar, abends durfte ich nicht allein auf die Straße, und weil wir alle blond und blauäugig und groß war, sind wir immer in Begleitung meines Gastbruders fortgegangen, der uns ‚beschützt‘ hat.

Heute denke ich mir, wie konnte ich nur so unvorbereitet los ziehen? Wenn ich heute verreise, packe ich schon 2 Wochen vorher. Schreibe alle Telefonnummern auf, informiere mich uber alles. Damals- damals hatte ich nichts vorbereitet, fahrma halt mal los.

Es waren tolle fünf Monate. Keine Frage.

Vermisse ich es? Manchmal vermisse ich die Leichtigkeit, na trinken wir halt mal einen Mate und chillen. Heute muss alles organisiert und geplant und gedenkt warden. Dort war alles: „Ja, schau ma mal, ich komm dann mal ruber und wir chillen“.

Und ich vermisse es, Spanisch zu sprechen.

Manchmal, wenn ich ein bestimmtes Wort höre, oder zB verbrannten Toast rieche, denke ich sofort an mein Zuhause in Argentinien.

‚Che‘ war so ein Wort. Alle wurden mit ‚che‘ angesprochen. Ungefähr so, wie hier alle ‚dude‘ sagen.

Als ich wieder heimgekommen bin und im Spanischunterricht spanisch gesprochen habe, musste mich meine Lehrerin daran erinnern, Spanisch Spanisch zu sprechen, und nicht Argentinisch Spanisch. Anfangs tat ich mir im Englisch Unterricht schwer, da sind mir oft die Wörter nicht eingefallen und ich habe einfach ins Spanische gewechselt.

Wow, wie schnell 10 Jahre doch vergehen.

Und wie viel sich in 10 Jahren geändert und getan hat.

 

 

 

 

(Ich wollte zu diesem Beitrag ein paar Fotos von meinem Argentinienabenteuer anhängen, allerdings befinden die sich auf der Festplatte in Österreich… wahrscheinlich würde sich eh jeder nur denken: whaaat? So hat die sich rausgetraut? Ich sage nur Jeans, knielanger Rock drüber, Papas Krawatte und zweifärbige Converse…)

Na dann.

So. Dann sind mal eben 4 Wochen vergangen und ich soll nun berichten, was so los war. Nicht viel, Weihnachten, Prüfungen, Ende des ersten Semesters, Anmelden fürs neue Semester, Hexenschuss, Besuch der Eltern und Schwester, mega Verkühlung,… (Denn natürlich wurde ich, sobald meine Mama da war, richtig krank, mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit… wahrscheinlich hat mir mein Unterbewusstsein gesagt: „Jetzt ist die Mama da, die pflegt dich gesund“. Was sie auch getan hat.)

Und weil ich gerade etwas schreibfaul bin, hier ein paar Fotos, die ein bisschen zusammen fassen, was so los war!20151223_131320Der Bub hat mir zu Weihnachten 2 Karten gemalt. Eh klar, bin ja seine „very good friend Visa“ (Das mit dem „L“ üben wir noch) Seine große Schwester hat übrigens das Schreiben übernommen. (Bitte wann ist sie so groß geworden, dass sie in SCHREIBSCHRIFT schreibt???) Ebenso, auf seinen Befehl hin, das „Hashtag Heart Flowers“, weil… „Visa loves flowers, hashtags and hearts“ (Der Bub sollte mal auf Twitter und Instagram, der hat das Hashtagen rausgehabt, bevor er noch gescheit reden  hat können. Sein erster „richtiger“ Satz, nach „Bitte Äse haben“, „Daddy buyed bow tie“ und „I tired. I need nap“ war übrigens: „Hashtag Heart Visa“)IMG_0108Mein Weihnachtsessenbeitrag: white chocolate coconut cake with creme cheese frosting. Und weil mir die weiße Schokolade ausgegangen ist, habe ich halt Pfefferminzschokolade verwendet und schwups war das frosting pink. Egal. Hauptsache der Pfefferkuchen sitzt! IMG_0110Meine Dekoration! Einen Kübel mit Wasser füllen, Mistelzweige, rote Beeren und sonstige Sachen reingeben, Kerze dazu, einfrieren, fertig.  Oh, das wird auch eine schöne Sommerdekoration, wenn man statt dem Weihnachtsgrünzeugs Blumen reingibt!

IMG950086Cookie decoration! Und weil wir nichts von herkömmlichen Weihnachtssreuselglimbim halten, haben wir halt Fahnen gemalt. FUN! IMG950083oh und das sind übrigens die Staaten. Und wer findet Schweden und Österreich?

DIGITAL CAMERA

der gute Herr und ich, bei unserem Ausflug nach Williamsburg, weil, wenn der Papa da ist, wird touristikt!

DIGITAL CAMERA

Zur Feier des Tages sind Damen der Welt ins Nagelstudio und haben sich aufhübschen lassen.

IMG_0143Moment einmal… Freiheitsstatue? Wann sind wir nach New York? Gar nicht, hier in Richmond gibt es so was auch. Nur halt in klein:-) IMG_0157typisches Familienfoto: M versucht sich groß zu machen, Mama wehrt sich, Lisa denkt sich, egaaaal und der Papa schüttelt den Kopf.IMG_0176Busserlfoto ist auch schon Pflicht! IMG_0201Diese wunderbare Dame wurde 21!! (Dabei wurde sie doch erst gestern 10!!) Und zur Feier des Tages und weil USA, haben wir sie zu Kuchen und ihrem ersten legalen Drink in den USA eingeladen IMG_8755und nein, wir sind keine Zwillis (wurden aber 3 mal gefragt!)IMG_8771Der gute Herr und ich haben ein bisschen einen Sushitick, wie man sieht. Und darum wurden die Eltern und Schwester ausgeführt, in unser Lieblingssushilokal, wo wir vor fast 2 Jahren unser 2. Date hatten. IMG_8808gehts ein bisschen mehr kitsch? IMG_8979nochmal ein Foto vom Herrn und mir, in Williamsburg IMG_9076und natUrlich der obligatoirsche Kaffee. Kommen ja nicht umsonst aus Wien, das berühmt für die Kaffeehauskultur ist.

Oh waren das herrliche Tage! Nun sind die Guten wieder daheim, der Unistress hat begonnen und mittlerweile geht es mir auch schon etwas besser. Nur der Husten, der ist immer noch da.

Oh, und was sonst so war?

Das hier:

IMG_0213 IMG_0242 IMG_0243 IMG_0244

IMG_9039

WE GOT ENGAGED!!!

Der Freund Verlobte und ich stürzen uns jetzt in Hochzeitsvorbereitungen, keine Sorge, der Blog wird verschont. Vielleicht.

Jahresrückblick 2015

Eigentlich hatte ich ja vor, bis Neujahr in Weihnachtspause zu sein. Aber, manchmal kommt das Leben dazwischen. In meinem Fall in Form eines Hexenschusses und nun liege ich mit Heizdecke im Bett und checke Emails und Noten, da kann ich ja genauso gut einen Jahresrückblickpost schreiben. Diesmal etwas früher, aber erstens ist gleich Weihnachten und zweitens kommen meine Eltern und jüngste Schwester, da hab ich dann keine Zeit, sentimental auf das Jahr zurück zu schauen!

Also. Here it comes.

Wahnsinn. 2015 ist vorbei. Dabei hat es doch erst gestern begonnen!
Und weil es bei mir schon Tradition ist, dass ich mir Gedanken über das vergange Jahr und das kommende Jahr mache, gibt es auch heuer wieder, so wie 2013 und 2014 schon, einen kleinen Rückblick. Wo ich das Original herhabe, kann ich leider nicht sagen, wenn es wer weiß, bitte dazuschreiben:-)

  1. Ganz grob, auf einer Skala von 10: Wie war dein Jahr? Ich denke, im Großen und Ganzen eine 8.
  2. Zugenommen oder Abgenommen?
    Ziemlich gleich bleibend, jetzt gegen Ende hin stressbedingt abgenommen. Besonders am kleinen Zehen!
  3. Haare länger oder kürzer? Kürzer. Dabei habe ich sie soooo brav wachsen lassen. Und dann kam das Hairsaster und nach monatelangen geduldig wachsen lassen, hat es mir gereicht und ich habe 10 cm hinniches Haar abgeschnitten. Ich habe halt liebe kurzes, schönes und gesundes. als langes, schirches, hinniches Haar.
  4. Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?
    Definitiv kurzsichtiger. Bin richtig schaßaugat worden, naja, aber dank meiner Hornhautverkrümmung bekomm ich die Linsen nun teilweise von der Krankenkasse bezahlt. Muss es ja positiv sehen:-)
  5. Mehr Kohle oder weniger?
    Weniger. Thanks Visa and USA
  6. Besseren Job oder schlechteren?
    Auf Grund der Visumsregelungen darf ich nicht arbeiten. Gilt Studentin als Job?
  7. Mehr ausgegeben oder weniger?
    Hmm… wegen Visum hab ich eindeutig extremst viel mehr ausgegeben. Aber dann war ich echt super sparsam und hab kaum etwas ausgegeben.
  8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?
    MEXICAN TRAIN.
  9. Mehr bewegt oder weniger?
    Mehr. Eindeutig mehr.
  10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
    Eine Lebensmittelvergiftung und Anfang des Jahres war ich ziemlich verkühlt, ach ja und im September war ich auch kurz krank.
  11. Davon war für dich die Schlimmste?
    Lebensmittelvergiftung. URGH
  12. Der hirnrissigste Plan?
    Beschließen, in den Staaten zu bleiben. Und in ein kleines Dorf in den Bergen zu fahren, um einen Christbaum zu kaufen. 10 Stunden Fahrt. Not worth it. Und mich bei Instagram anzumelden. Bin jetzt schon wieder genervt
  13. Die gefährlichste Unternehmung?  Mit Hexenschuss Weihnachtsbesorgungen machen. AUA
  14. Die teuerste Anschaffung?
    Visum, Flug und Unikurse
  15. Das leckerste Essen?
    Homemade Sauerkraut und Knödeln by Mama. Und der Wahnsinns Apfelkuchen meiner Schwester. Und immer wieder Kürbiscremesuppe.
  16. Das beeindruckendste Buch? ‚A Night To Remember‘ von Walter Lord und ‚Jane Eyre‘ von Charlotte Brontë
  17. Der ergreifenste Film?
    Titanic. Sorry guys, aber ich oute mich hiermit als Titanic Fan. Hab ihn gleich 2 mal hintereinander gesehen und war so ergriffen. Und ‚Rudy
  18. Die beste CD?
    Meine neue Bluegrass CD und meine wieder entdeckten Kinderhörspiele, die ich immer zum Einschlafen höre.
  19. Das schönste Konzert?
    Das Gesinge vom Buben im Auto. Und das Kindergartenkonzert der Mittleren. Oh und ich war auch in der Symphonie.
  20. Die meiste Zeit verbracht mit? Dem Freund
  21. Die schönste Zeit verbracht mit? Dem Freund, meinen Eltern im Urlaub, mit den Kindern.
  22. 2015 zum ersten Mal getan?
    Star Wars gesehen. Oh und Instagram.
  23. 2015 nach langer Zeit wieder getan? Mit den Eltern auf Urlaub gefahren, gestrickt, Eierlikör getrunken
  24. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
    – Jedes einzelne Visumsbezogene Drama. Das waren aber auch viele.
    -DAS HAIRSASTER. OMG. So unnötig. Ich leide immer noch an den Folgen und musste mir im Endeffekt doch die Haare abschneiden- alle 2 Monate zum Frisör um 2 cm abschneiden zu lassen. NIE WIEDER.
    -Diskussionen
  25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
    Winterjacke anziehen, wenn es kalt ist, Sonnenhut aufsetzen, wenn die Sonne scheint, „du brauchst keine Windel mehr und nein, es gibt nicht jedes mal M&M’s wenn du aufs Klo gehst“, und meine Eltern, dass ich hier bleiben will
  26. Das schönste Geschenk, das ich jemanden gemacht habe? Zeit
  27. Das schönste Geschenk , das mir jemand gemacht hat? Zeit
  28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt  hast? „You are my best friend“ (Das Nicht-Mehr-Baby)
  29. Der schönste Satz, den ich zu jemanden gesagt hab: I love you
  30. Dein Wort des Jahres?
    Pottytraining. DUH.
  31. Dein Unwort des Jahres:
    DRAMA
  32. Deine Lieblings-… des Jahres? Schmuckstück: mein Perlenarmband von der Oma.
  33. Spontanste Aktion im Jahr 2015?
    Über 4th of July nach Minnesota zu fliegen
  34. Was war die größte Veränderung in diesem Jahr?
    USA. Oh und: Ich habe mich geschlagen gegeben und nun auch endlich Instagram, nachdem ich Hinterwelter mich jahrelang geweigert habe haha
  35. Was nimmst du dir für 2016 vor? eine Instagramberühmtheit zu werden. Haha, Spaß! Ich möchte weiterhin gute Noten bekommen, den Mut haben, ‚Nein‘ zu sagen und den Mut haben, zu meinem ‚Ja‘ zu stehen.

 

Dann habt noch eine schöne (Vor-)Weihnachtszeit, einen guten Rutsch und wir sehen uns dann im neuen Jahr!

Eine Sache der Perspektive

Heute am Heimweg habe ich im Radio gehört: „Dankbarkeit heißt auch, die Sache anders zu betrachten, aus einem anderen Blickwinkel…“

Genau das möchte ich tun. Nicht nur, weil morgen Thanksgiving ist und damit das jährliche Danken angesagt ist, sondern auch, weil ich generell versuche, eine positive und dankbare Einstellung zu haben.

  • Ich bin dankbar für den Stau, den das bedeutet, dass ich ein Auto fahre (und die Sendung im Radio gehört habe)
  • Ich bin dankbar für zu viel Hausübung, den das bedeutet, ich kann und darf in die Schule gehen und etwas lernen.
  • Ich bin dankbar für 18920,9 Telegramnachrichten, die meine Familie und ich täglich im Gruppenchat senden- auch wenn es anstrengend ist, alles zu lesen, ABER, das bedeutet, dass ich eine Familie habe, die miteinander kommuniziert und wir den anderen am Leben teilhaben lassen.
  • Ich bin dankbar, dass ich abends hundemüde und mit Kopf- und Gliederschmerzen ins Bett falle, den das bedeutet, dass ich am Leben bin
  • Ich bin dankbar für schmutziges Geschirr, denn das bedeutet, dass ich genug zu Essen habe.
  • Ich bin dankbar für die Badezimmerüberschwemmung, denn das bedeutet, dass ich genug sauberes Wasser habe.
  • Ich bin dankbar für den Berg Schmutzwäsche, denn das bedeutet, dass ich genug zum Anziehen habe.
  • Ich bin dankbar für Knieschmerzen, denn das bedeutet, dass ich den ganzen Tag in Bewegung war.
  • Ich bin dankbar für Freunde, die mich auf Fehler hinweisen und mir unangenehme Sachen sagen, denn das bedeutet, dass ich ihnen am Herzen liege.