Sweet Home Alabama. [Joni and friends family retreat]

This July I had the incredible opportunity to serve as a short term missionary [STM] at a Joni and Friends family retreat for families with children with disabilities in Alabama, where I interpreted for volunteers and camper who are Deaf.

It was both the most awesome and terrifying thing I have ever done in my life (well, besides moving to the US).

While I knew it was going to be challenging (I have never interpreted before, I am only in my third year of learnin American Sign Language, and I had to drive by myself for 10 hours), however, never in my wildest dreams did I think it was going to be this humbling, intimidating, [heart] breaking, healing, and eye opening.

This week broke me. And by ‚broke me‘ I mean, ugly crying, realizing how vulnerable I am [and I am always trying to come across as a strong, flaw less woman], how broken this world is, how little interpreting is about me, how interpreting is about being a communication channel, and how much I need God to bring me through the day. And that other people need me more than I need to dwell on my own emotions.

I went into this camp thinking, if I did a well enough job, maybe I’d get the affirmation I needed, or if I did great and everyone loved me, maybe I’d prove everybody wrong, if I…  very soon I realized, this was not about me. It was not about proving anyone anything, or getting the feedback/affirmation/reasurance I was seeking. It took me 30 seconds to be exact, to realize that I am here to serve people, to meet them and to serve as a communication tool.

As soon as I realized this, I felt a huge relief, as if a huge weight was lifted off of my shoulder. The time at camp was wonderful, yet heart breaking. I remember one morning taking a break from interpreting and one of the leaders asked me how I was doing, and my prepared response was „I am doing great  everything is great“ to which he replied: „really?“.  And then came the tears. I cried and cried and cried. My friend gave me  a big hug and said, „It’s OK to be broken, if we weren’t broken, we wouldn’t need Jesus. This camp will bring out all the ugly, broken pieces of our life. And you know what? It’s OK.“

And to be honest, I never felt more exposed and vulnerable than I did while interpreting infront of a big group.

Did I mess up? Yes, I did. Did I want to give up? Yes, I did. Did I feel like a failure? Yes, I did. Did I give up? No, I didn’t.

I met wonderful people at camp, we prayed together, we worshipped together, we cried together.

And while I had moments where I just wanted to hide under my blanket (which I also did), it was such a sweet and rewarding time.

Shout out to everyone who prayed for me, who supported me, and to the amazing people I met at camp, especially me friend who are Deaf and were so incredible patient with me.

Here is a link to a video of the camp, but prepare to cry. I still do.

ARISE and SHINE; for thy light is come, and the glory of the Lord is risen upon thee. (Isaiha 60:1)

 

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Mehr Meer bitte.


Da wir heuer zu Weihnachten nach Österreich fahren, fiel unser Sommerurlaub recht kurz aus. Zum ersten Mal seit 2014 bin ich nicht nach Hause auf Besuch geflogen. Irgendwie ein komisches Gefühl und irgendwie fühlt es sich sehr erwachsen an, den Sommer über zu arbeiten, statt auf Urlaub zu fahren.

Ein Kurzurlaub wurde uns trotzdem vergönnt. Anfang Juli ging es für ein paar Tage nach Charleston, South Carolina. Wir hatten wahnsinns Glück mit dem Wetter, es war zwar wahnsinnig heiß, aber aushaltbar.

Morgens saßen wir mit einer Tasse Kaffee und der Bibel auf der Veranda (mit Meerblick!), abends mit einem Glas Wein und spielten Karten. Lange Spaziergänge am Strand und abends, wenn die Massen heimgegangen sind, sind wir noch schwimmen gegangen. Wir haben sehr gut und viel gegessen, waren Shrimps essen, in der Altstadt flanieren, haben den Sonnenuntergang beobachtet und Delfine gesehen, und am letzten Tag mit Kaffee und Plundergerbäck am Strand gesessen und uns sie Meeresbrise um die Mase wehen lassen. Alles begleitet mit Möwengeschrei und Salzgeruch.

Da es auch Daniel’s Geburtstag war, sind wir surfen gegangen- ich habe ihm eine Unterrichtsstunde geschenkt. Erst dachte ich, ich mach nicht mit, wegen Angst mich zu blamieren und die Haare nass zu kriegen (das sind so meine Hauptphobien…), aber dann hab ich mich doch getraut. Oh, war es lustig! Ich habe Tonnen an Meerwasser geschluckt, mir das Knie total aufgeschürft und habe überall blaue Flecken, aber: ich habe es tatsächlich geschafft ein paar mal am Brett aufzustehen!

Nach dem ganzen Lernstress, war es echt fein, Zeit gemeinsam, stressfrei, zu verbringen.

Charleston kann ich jedem nur empfehlen!

 

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April Showers bring May Flowers.

Vor 2 Wochen hatte ich meine letzte Präsentation des Semesters, „Interpreting in Legal Settings“. Danach war ich so erledigt, dass ich gleich 4 Stunden geschlafen habe und sogar meinen Arzttermin verpennt habe.

Vor drei Wochen hatte ich auch mein American Sign Language Proficiency Interview, eine Vorraussetzung um ins Interpreter Programm zugelassen zu werden. Ich war dermaßen nervös, meine Hände waren ganz nass vom Angstschweiß und in der Aufregung habe ich mich oft ‚vergebärdet‘ (versprochen ist ja wohl das falsche Wort). Ich war ja ganz sicher, dass ich die Prüfung nicht geschafft hatte und als ich dann endlich die Email mit der Bewertung bekam, fiel ich fast um als ich das kleine Wörtchen „bestanden“ sah. Da war ein Freudentanz angesagt. Zur Feier des Tages führte mich Daniel am Freitag aus und lud mich auf einen Bananensplit ein. Im Soda Shop fingen wir fast einen Streit an: ich verstehe unter Bananensplit Vanilleeis, Banane, Schlagobers, Schokosauce, Mandeln. Er versteht unter Bananensplit Vanille-, Schoko- und Erdbeereis, Banane, Schlagobers, Schoko- und Erdbeersauce und ne Kirsche on top. Tja, so verschieden sind wir dann doch.

Im Juli fahre ich für eine Woche auf ein Sommercamp wo ich dolmetschen werde, ASL-English und Deutsch-Englisch. Ich freue mich schon total, obwohl es eine mega herausforderung sein wird. Gestern ging ich erst mal einfärbige, dunkle Tshirts kaufen (zu viel gemuster is ganz schlecht beim dolmetschen). Ich fahre mit Joni And Friends, wer möchte, kann dazu hier mehr lesen.

Nachdem ich etwas lesefaul war, packt mich wieder die Lust zu lesen. Für den Buchclub war jetzt The Guernsey Literature and Potato Peel Pie Society dran, und als Hörbuch habe ich Eleanor Oliphant is Completely Fine gehört. Beides sehr empfehlenswert.

Im Garten geht es auch weiter. Eher, es schleppt sich weiter. Ich habe echt unterschätzt, wieviel Arbeit so ein Garten ist und dachte, dass ich im Sommer schon meinen Bauerngarten English Cottage Garden habe, mit Rosenhecken, Lavendel, Margariten, Sonnenblumen, Kräutern, einer Hollywoodschaukel und saftig grünem Gras. Tja. So ist es aber nicht. Der Boden ist so lehmig und hart und wir haben so viel Unkraut. Hinzu kommt die Hitze. Und es ist mega frustrierend. Und dauert ewig. Allerdings sehe ich die Fortschritte. Letzte Woche haben wir zum Beispiel Rosen gepflanzt. Erdbeeren haben wir auch, allerdings haben diese depperten Eichkatzerln alle gefressen.

Seit einem Monat sehe ich regelmäßig einen Chiropraktiker, meine Kieferschmerzen waren nicht mehr auszuhalten. Also werd ich jetzt regelmäßig ‚durchgekracht‘ und meine Hüfte verrückt und mein Kiefer verschoben. Und nachts trage ich so eine super Schiene, die verhindert, dass ich knirsche. Und mein Sabbern fördert. Jeden Morgen wache ich auf glaube, mir sind über Nacht Hasenzähne gewachsen.:-)

So, das war ein Schwank aus meinem Leben. Fotos gibts mal wieder nicht, weil ich immer zu faul bin. Stellts euch einfach vor wie ich im Garten umgrabe, und danm wie von der Tarantel gestochen wegrenne, weil ich in ein Feuerameisennest gestiegen bin.

Sommer, Sonne, Schweden.

Seit etwas über einer Woche sind wir nun wieder zurück im gelobten Land. Die Koffer sind längst ausgepackt und verstaut, die Wäsche gewaschen, ein neuer Wäscheberg wieder gewachsen. Die Flugzeugklimaanlangenverkühlung ist überwunden, der Muskelkater vom Gepäckschleppen weg, und die Verspannung im Nacken und den Schultern dank 6 Stunden auf einer Burger King Bank schlafen, 4 Stunden am Gate sitzen und 10 1/2 Stunden Flug sind dank Massage auch passé. In Gedanken verarbeite ich noch die vielen Eindrücke von unserem Urlaub. Heute habe ich zum ersten Mal versucht, diese Eindrücke in Worte zu fassen und dieses Wortgewirr zu Papier zu bringen. Alles was ich geschafft habe, war: „Urlaub war super. Viel zu viel gegessen, Radl gefahren, Heidelbeeren gepflückt, Unmengen an Kaffee getrunken, gestrickt, gelesen. Heimreise war lang.“

Daniel und ich waren zwei Wochen in Schweden mit meiner Familie. Irgendwo im nirgendwo in einem Ort, der aus 3 Häusern bestand. Ein Haus davon war unser Ferienhaus. Ein altes Haus, bei dem die Türen gequietscht und der Boden geknarrt hat. Umgeben von Wald, Wiese und Kühen. (Und Bremsen)

Die ersten Tage waren wir zusammen in Copenhagen, und haben unseren 1. österreichischen Hochzeitstag gefeiert (wir haben ja im Februar in den USA geheiratet und dann im Juli in Österreich, werden aber den Februar als unseren Hochzeitstag feiern). Copenhagen ist so eine schöne, gemütliche Stadt!

Nach einer langen Zugreise kamen wir dann in Schweden an, wo wir eine wirklich tolle Zeit hatten.

An einem Tag sind wir mit dem Rad um den See gefahren- die kleine Runde- 66 km. Durch Wald und Wiese, an Pferden und Kühen vorbei, vorbei an roten Häusern und alten Kirchen. Zwischendurch sind wir stehen geblieben, um unsere mitgebrachten Brote zu essen und Kaffee zu trinken. Und Heidelbeeren zu pflücken. Einfach im Wald hinsetzen und Heidelbeeren pflücken, bin die Hände und die Zunge lila-blau gefärbt ist.

Natürlich sind wir auch nach Göteborg gefahren- eine meiner liebsten Städte auf dieser Welt. Am Hafen haben wir Schrimpsbrötchen gegessen. In meinem Lieblingscafé Kaffee getrunken und Zimtschnecken gegessen. Anschlieβend sind wir zu dem Häuschen gefahren, dass früher meinem Opa bzw. seiner 2. Frau gehört hat, und wo wir als Kinder unseren Sommer verbracht haben. Wir sind den Waldweg zum See gegangen, den ich als Kind so oft gegangen bin. Zu dem See, an dem ich mit meinem Papa Sandburgen gebaut habe.

Abends saβen wir im Wohnzimmer, haben gestrickt, gelesen, Karten gespielt. Bausteine mit meinem Neffen gebaut. Oder saβen auf der kleinen Veranda und haben Wein getrunken. Und selbstgemachten Schnaps. Spät abends sind wir spazieren gegangen, die Sonne war gerade am Untergehen. Und mir blieb die Luft weg, weil Schweden so ein schönes Land ist, und ich oft hin- und hergerissen bin, bei meiner Sehnsucht, ein kleines rotes Häuschen irgendwo in Schweden zu besitzen.

Es fällt mir schwer, diesen tollen Urlaub in Worte zu fassen.

Bevor wir gefahren sind, habe ich eine Liste an Dingen geschrieben, die ich gerne machen würde. Abgehakt habe ich kaum etwas. Im Gegenteil, die Liste verschwand gleich einmal irgendwo in einer Schublade, gemeinsam mit dem Handy.

Ich war NICHT jeden morgen laufen.
Ich war NICHT fischen und Boot fahren.
Ich war NICHT jeden Tag schwimmen und auch nicht mitten in der Nacht.
Ich habe NICHT jeden Tag Tagebuch geschrieben.
Ich habe NICHT James Bond gelesen, wie eigentlich vorgenommen.
Ich habe KEINEN Elch gesehen.

Dafür…
habe ich viel geschlafen.
habe ich 2 Wochen lang kein Internet gehabt. So herrlich!
haben wir jede Menge Karten gespielt und andere Brettspiele.
habe ich Unmengen an Zimtschnecken, Waffeln und Heidelbeeren gegessen.
waren wir radfahren und spazieren.
haben wir das Plantschbecken aufgestellt, mit warmen Wasser befüllt und haben „Day Spa“ gespielt, mit Kaffee und Keksen, während mein Neffe gepritschelt hat.
war ich mit meiner Mama Kaffee trinken und mit meinem Papa Rad fahren.haben wir family time deluxe genossen.

Und hier ein paar Fotos, weil Fotos mehr als 1000 Worte sagen.

 

 

Pictures by:

Anna.
Daniel.
Lisa.
Papa.

Gönn dir.

Im Urlaub saßen die Damen des Hauses bei Kaffee und Kuchen (die Männer des Hauses waren beim Fußballmatch). Und als wir da so fröhlich vor uns hin plauderten, fragte meine Mama: „Wie tut ihr eurem Körper und eurer Seele  etwas Gutes?“ Nach einer kurzen Gedankenschweigeminute, kamen dann die Antworten: ein Frisörbesuch! Ich geh ins Cafè! Ein Vollbad! Ein Museumsbesuch! Ein Glaserl Wein! Fußbad! Massage!

Ich habe darüber nachgedacht: Was tut mir gut? Was tue ich, um meinem Körper, meiner Seele, meinem Geist etwas zu gönnen? Es muss nicht immer ein Tagesbesuch im Spa sein mit Sauna und Massage, es kann die extra Tasse Kaffee sein, ein 2. Stück Kuchen, ein Nachmittagsschlaf. Wir DÜRFEN unserem Körper und unserer Seele etwas Gutes tun!

Eine Massage. Ins Cafè gehen und eine Tasse Cappuccino schlürfen. Morgens früh aufstehen und zum Yoga gehen. Schwimmen. Ein Frisörbesuch. Ein Besuch im Nagelstudio mit Freunden. Knallige Farben bewirken so viel! Ein Schaumbad. Eine Schüssel Popcorn. Ein 2. Stück Apfelkuchen mit Vanilleeis. Ausgiebig mit einer Freundin tratschen. Ein Glas Weißwein am Balkon. Spazieren gehen. Ein Fußbad. Eine neue Handcreme. Den Fernseher ausschalten und stattdessen ein Buch lesen. Karten spielen mit dem Mann. Frische Blumen. Musik hören. Gitarre spielen. Samstag morgen nach dem Frühstück zurück ins Bett kuscheln.

Gönn dir was Gutes!

Jetzt bin ich neugierig, wie gönnt ihr euch etwas Gutes?

You bet’cha.

Über Fourth Of July waren wir in Minnesota.

Die Woche(n) davor war (en) [emotional] sehr, sehr stressig, und wir beide haben uns sehr nach einer Auszeit gesehnt. 5 Tage Minnesota kamen da wie gerufen. Erst waren wir beim Grandpa und anschließend ein paar Tage an einem See mit den Schwiegereltern.

Lange Spaziergänge, im Garten sitzen und Grandpa’s Geschichten zuhören, abends auf der Veranda ein Glas Wein trinken und dem Schwiegerpapa beim In-Kindheitserinnerungen-schwelgen beobachten, morgens mit der Schwiegermama eine Tasse Kaffee trinken und dabei den See beobachten und nach Adlern Ausschau halten, Kanu fahren, schwimmen, bis spät in die Nacht Karten spielen, bei offenem Fenster schlafen und dem Regentrommel am Dach lauschen, viel zu viel essen, am Lagerfeuer Würschtl grillen und mit den Kindern S’mores um die Wette essen, Steine sammeln, den Mittagsschlaf in der Hängematte halten, und abends mit dem Liebsten am Steg sitzen, den Sonnenuntergang beobachten, das 4th of July Feuerwerk bewundern und dankbar sein.

Morgens war ich vor allen anderen wach und hab mich mit der Bibel und einer Decke hinausgeschlichen. Um mich herum war alles still, nur die alte Holztreppe hat geknarrt und die Vögel haben gezwitschert. Am Steg saß ich in der Decke eingehüllt und habe den Sonnenaufgang bewundert und mein Herz war so voll. Voll von Dankbarkeit.

Diesen Sommer…

  • Werde ich viel lesen. The House of Mirth. Wuthering Heights. The Glass Castle. James Bond. H wie Habicht. The Great Gatsby (mal wieder).
  • Werde ich mich mit meinem Buchclub treffen und unsere Sommerlektüre besprechen. Und Kaffee trinken.
  • Und mit Freundinnen am Pool Margaritas trinken.
  • Werde ich viel Eis essen. Oder auch nicht.
  • Und viel Naturjoghurt mit frischen Beeren und Knuspermüsli.
  • Habe ich vor, möglichst oft auf den Bauernmarkt zu gehen.
  • Möchte ich mehr mit Natursachen experimientieren, Körperpeeling selber herstellen, zum Beispiel.
  • werde ich viiiiel Eiskaffee und selbstgemachte Limonade trinken. Immer nur her mit der Zitrone und dem Sprudelwasser!
  • werde ich auch jede Menge Hugo trinken. Ich liebe Minze und Hollunder.
  • werde ich viel schwimmen gehen. Das Schwimmbecken im Gebäude muss man ja ausnutzen.
  • Werde ich mich brav mit Sonnencreme einschmieren.
  • werde ich sooft es geht zum Morgenyoga gehen.
  • werde ich mich regelmäßig mit 3 Freundinnen zum Gebet treffen.
  • werde ich ganz viel Babyduft schnuppern. Zwei Freundinnen haben Babies bekommen!
  • werde ich ab und zu nach Richmond fahren.
  • werden wir wandern gehen und zelten.
  • lerne ich (hoffentlich) ENDLICH Grandpa kennen.
  • werden wir auf Urlaub fahren und neue Städte erkunden.
  • werden wir unsere Stadt mit dem Fahrrad erkunden.
  • wird es viel Erdbeermelonensalat geben.
  • und Grillabende mit Freunden.
  • Und jede Menge Kukuruz. Ich liebe Kukuruz.
  • werde ich mich auf das nächste Semester vorbereiten und Mathe lernen.
  • Möchte ich knallige Nagellacke tragen. ROT. ROSA. KORALLE.
  • Beginne ich (hoffentlich) meine neue Arbeit.
  • werde ich ins Museum gehen und mir die volle Dosis Kunst geben.
  • und mit der Hängematte im Park hängen und lesen.
  • wird es Bootsausflüge geben.
  • Gebe ich nicht auf, auch wenn mein Brot nicht gelingt. Ich werde weiterbacken!
  • werden wir oft ins Freiluftkino gehen und zu Freiluftkonzerten im Park (die hoffentlich gratis sind)
  • werden wir uns zum Volleyballspielen im Park treffen.
  • Werde ich viel Barfuß gehen. Oder maximal in Schlapfen. Hauptsache sockenlos!
  • werde ich mir NICHT die Haare färben oder abschneiden, auch wenn mich die Länge gerade furchtbar nervt. Bloggerdutt is the answer!
  • feiere ich Geburtstag. Und der Mann auch. (und unseren 1. [österreichischen] Hochzeitstag!! (Den „Richtigen“ hatten wir ja schon im Februar).
  • werde ich (ENDLICH) meine (externe) Festplatte organisieren und Fotos drucken und mein 2016 Fotoalbum kleben. Und unser Hochzeitsfotoalbum.
  • werde ich versuchen, wieder öfters Briefe zu schreiben.
  • werde ich genießen, faulenzen, schwitzen, die Hitze verfluchen, die Klimaanlage zu kalt aufdrehen, im Park sitzen, lachen, Fotos machen, LEBEN.

 

Erfolgserlebnisse und Dankbarkeit im Alltag.

Mittlerweile wohnen wir vier Monaten in Charlotte. Und oh, so laaaangsam fühlt es sich wie zuhause an. „Daheim“, also „Heimat“ ist es noch nicht, aber es wir werden vertrauter mit der Umgebung, der Stadt, den Leuten, langsam erkennen wir, wie die Stadt tickt, wie die Leute drauf sind (oh, es sind so viele Unterschiede zu Richmond!).

Ich muss zugeben, Anfangs fiel es mir echt schwer. Ich habe tagelang geheult, bin in Mitleid versunken, war nur am Jammern, wollte nur nach Hause- zurück ins vertraute Richmond, zurück in unsere kleine feine Wohnung, in mein vertrautes Café, ich wollte meine Freunde, meine Kirche, meine Uni.

Wochenlang ging es so, nur Geheule und Gejammere, Angstzustände, ich wollte nicht alleine sein, wollte die Wohnung nicht verlassen, wollte aber auch keine Menschen treffen.

Und dann kam der Frühling, die Tage wurden länger und wärmer. aber das Heimweh ist geblieben. Nur kam nun noch schlechtes Gewissen hinzu, weil ich die Wohnung nicht verlassen wollte.

Heulend hang ich am Telefon mit einer Freundin, die mich fragte: „na, wie gefällt es dir in Charlotte?“ vor lauter Schluchzen konnte ich kaum Sprechen. Sie meinte dann, „erzähl mir mal, was dir an Charlotte gefällt“.

Hmm. ich liebe unser Fitnessstudio und meine Yogalehrerin. Der Pool ist auch super (außer wenn die Nachbarn Bier reinschütten). Es gibt ganz nette Parks hier. Die Kirche ist super und unser Hauskreis ist eine echte Gebetserhorung. Wir wohnen nun 15 Minuten von Ikea entfernt (statt 2 1/2 plus Washington DC Verkehr). Es gibt viele Berge um uns. Es gibt echt süße Kaffeehäuser hier. Wir haben eine BADEWANNE!!!

Und auf einmal merkte ich, wie sich etwas in mir änderte. Langsam begann ich, Charlotte OK zu finden (hey, Okay ist besser als Sch.).

Die letzten Monate waren hart, aber ich durfte viel lernen. Zum Beispiel, dass viel mit der richtigen Einstellung zu tun hat. Und dass ich manchmal aus meiner Komfortzone heraus muss. Und dass es so viele Dinge gibt, für die ich dankbar sein kann und will. Klar, ich vermisse meine Freunde immer noch, genauso wie vertraute Umgebung. Ich plage mich mit der neuen Uni und mit den Angestellten (die es nach wie vor nicht schaffen, mir eine Auskunft zu geben). Parken ist dumm und es ist wahnsinnig laut.

Aber.

ich (wir) finden zum Geschäft, zur Kirche, zu Freunden ohne Navi.
unser Papierkram ist endlich, endlich erledigt, und wir sind offiziell umgezogen.
ich habe mich für meine Unikurse im Herbst angemeldet
gestern hatte ich einen Mathe-Einstufungstest und habe alles bestanden.
mein Buchklub trifft sich in 2 Wochen zum ersten Mal!
ich habe ein Mädchen kennen gelernt, mit der ich regelmäßig Gebärdensprache üben kann.
ich traue mich, Leute anzusprechen und habe schon einige gute Freundinnen kennengelernt. Und sogar zwei Mädchen mit denen ich mich regelmäßig zum Gebet treffe.
Daniel und ich fühlen uns super wohl in der Kirche.
Gestern beim Yoga habe ich es zum ersten Mal in eine Brücke geschafft und 5 Sekunden ausgehalten, 5km lauf ich mittlerweile auch!
die letzten Wochen haben ganz toll nach Sonnencreme und Erdbeeren gerochen.
Gegenüber von unserer Wohnung gibt es ein Skandinavisches Pub, wo es den besten Preiselbeerdrink gibt!
Gestern war ich Prüfungsaufsicht bei einer Prüfung- eine Raum voller 14 Jähriger, die mich angestarrt haben. Bis dann ein Mädchen gefragt hat: „Wie groß bist du?“ „Ist es unhöflich zu fragen ob du einen Aktzent hast?“ und beim Hinausgehen meinte ein Schüler, Miss Lisa, danke dass du heute da warst. Bitte komm bald wieder“ Ach, mein Herz schmilzt.

Sudern kann jeder. Aber ich will meine Zeit nicht damit verschwenden. Lieber mit Eiskaffee und Freunden!

In diesem Sinne.

Suderfreies Wochenende!

 

Sonnenbaden mit 14 vs. Sonnenbaden heute.

Gestern habe ich es getan. Ich habe mich an den Pool gewagt. Wir haben im Gebäude einen Pool und da es gestern sage und schreibe 30 Grad hatte (und es wird noch heißer!), habe ich mein Badetuch, mein Buch, meine Wasserflasche und mein Kapperl gepackt, und habe mich auf die Liege geschmissen.

Nur um 5 Minuten später furchtbar verschwitzt und unendlich genervt wieder zu gehen. (Okay, ich habe es ganze 45 Minuten ausgehalten!)

Ich bin nun mal keine Poolliegerin/Sonnenanbeterin. Ich liiiebe Wasser, gehe unglaublich gerne schwimmen, an den See und an den Fluss. Aber Pool? Nein Danke.

Es war laut (unsere lieben Collegestudenten haben ihren Ghettoblaster dabei und fleißig ein Bier nach dem anderen gezischt, während die Boxen gedröhnt haben und verzweifelt angebaggert wurde- ich habe mit einem sehr finsteren Blick sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass bei mir umsonst gebaggert wird!

Als ich da so vor mich hinschwitze und im 10 Minuten Takt Sonnencreme mit LSF 70 geschmiert habe, dachte ich mir, wie sehr sich mein Sonnenbadenverhalten doch geändert hat in den letzten 10 Jahren (oder so).

War es früher möglichst knapper Bikini (man will ja möglichst gebräunt sein), möglichst wenig Sonnencreme, und wenn, dann mit höchstens 20 LSF, ist es heute LSF 70, im Schatten und was den Bikini angeht: Badeanzug bitteschön. Und Kapperl.

Klar will ich etwas Bräune bekommen und nicht so leichenblass rumrennen wie sonst immer, aber mir ist inzwischen wichtiger, dass meine Haut geschützt ist und ich keinen Hitzeschlag bekomme. Außerdem langweile ich mich furchtbar am Pool, egal wie spannend das Buch ist, nach spätestens 1 Stunde ist mir fad und ich muss etwas anderes machen.

Also lieber rein in die Klimaanlage:-)

Mittlerweile bin ich voll die Sonnenschutzpredigerin geworden, immer Sonnencreme dabei, immer brav einschmieren!

Also, habts es fein, genießt die Sonne und trinkt brav Wasser. (und BITTE BITTE schüttet kein Bier in den Pool. Ich weiß, ich weiß, ich bin die genervte Nachbarin, die wegen jedem Sch. sich beschweren geht, aber, Bier im Pool brauch ich nicht^^ ich verstehe ja, school’s out for summer und ich freue mich ja, aber dennoch).

Lieber Eis als am Pool schwitzen. Wobei, das Buch ist schon sehr gut…

I. DO. AGAIN.

Nach dem Beitrag über unsere erste Hochzeit, möchte ich nun über unsere zweite Hochzeit schreiben.

Ich bin ja immer noch total verknallt in unsere Hochzeit. Ich kann wirklich, ungelogen sagen, dass es GENAU die Hochzeit war, die wir uns vorgestellt hatten. Liebevoll und fröhlich.
Oft wurde mir vorher gesagt, sei flexibel in der Plannung, es wird was schief gehen, es wird nicht alles so gehen, wie du es willst… aber ich muss sagen: nichts ist schief gegangen. Was hatte ich Alpträume davor! Sogar am Tag von der Hochzeit habe ich die ganze Zeit gedacht: jetzt muss aber was schief gehen. Aber nichts ist passiert. Es war super entspannt, fröhlich, emotional, festlich. (Ok, in der Kirche ist mir ein Druckfehler im Programmheft aufgefallen:-) )

Ohne die Hilfe meiner Hochzeitsfeen wäre dies alles nicht möglich gewesen. Ich hatte ein ganz tolles „Team Bride“, die super gearbeitet haben. Und mit mir als Chefin ist dies nicht so leicht, da ich, gelinde gesagt, ein Kontrollfreak bin und nichts abgeben kann. Und dennoch hat alles wunderbar geklappt. (Bis auf 715 Auszucker meinerseits, weil das Programmheft statt cremeweiss, elfenbeinweiss war).

Klar, es gibt 1, 2 Dinge die ich- im Nachhinein- anders gemacht hatte, aber das sind winzige Dinge (unteranderem bereue ich es, keinen Videographer angestellt zu haben).

Am Montag vor der Hochzeit sind die Amis gelandet (mein Mann war schon ne Woche vorher da und so konnten wir noch bisschen vorbereiten und Familirnzeit genießen. Und ein paar kleine große Krisen bewältigen. O-ton meiner Schwester: „Daniel, how about you and I run some errands? Lisa. You sit down, drink some water and watch a movie and SHUT UP“ uhm… wie war das nochmal? Ich bin eine gechillte Braut? Yea right). Jedenfalls als die Amis da waren, konnten wir noch ein bisschen Sight seeing und Familie zusammen bringen.

Am Vortag sind wir (meine Eltern und Geschwister und meine in-laws) ganz gemütlich brunchen gegangen (ganz kaiserlich in der Gloriette und haben im Anschluss Kirche und Heurigen geschmückt und abends waren wir noch essen, sozusagen als rehearsal dinner mit den amerikanischen Gästen. Das war echt toll und entspannt. (inklusiver Weltuntergang, weil die Kornblumen statt 7,5 cm nur 7 cm lang waren und die Schnur zum Foto aufhängen statt 35 cm nur 34 cm war- wisste Bescheid wie gechillt ich war)

Und der Tag selber- oh boy. Ein Traum. DAS WETTER! (Am Vortag hat es 11 Grad  und gestürmt, am Tag danach war es 15 Grad und Regen…)
Und die Trauung! Und das Essen! Und alles war so toll und liebevoll und fröhlich und ich komme aus dem Schwärmen nicht mehr heraus!

Getraut wurden wir vom selben Pfarrer, der schon meine Eltern verheiratet und mich getauft hat.
Geschminkt wurde ich von meiner tollen Freundin Cornelia und meine Trauzeugin Rebekka hat gesungen. Meine Schwester Anna hat die Torte gebacken und Herta war zustandig für den Fotoboothrahmen. Wir waren so ein tolles Hochzeitsfeenteam! Am Tag der Hochzeit sind mein Papa und Daniel noch zum Heurigen gefahren, um die letzten Dinge aufzuhängen (die ganze Woche war schlechtes Wetter und Sturm angesagt, darum haben wir uns nicht getraut) unser Blumenmädchen war so eifrig, dass sie sogar Blumen aus Euphorie geworfen hat und ganz tüchtig Seifenblasen geblasen hat.

Und der Tanz! Getanzt wurde zu Cat Stevens „Morning Has Broken“, und zwar Wiener Walzer, den wir im Schnellschnelleiltanzkurs einstudiert haben. (Der Mann hat in seinem Leben noch nie Walzer getanzt, und dann einen HOCHZEITSwienerwalzer… no pressure!) Als Vater Tochter Lied haben wir einen schwedischen Walzer gewählt, in dem eine Tochter mit ihrem Vater singt… („Papa, darf ich mit dir tanzen, du hast mir einen Tanz versprochen. Siehst du mein lnges Kleid? Ellinor, ich sehe es, sei nicht nervos, lass mich führen, und genies den Augenblick“… ach ich krieg Tränen in den Augen)
Wir hatten auch ganz tolle Lieder, meine zwei Lieblingslieder waren „Great Is Thy Faithfulness“ und „In Christ Alone“. Und nach wie vor kommen mir Tränen in die Augen, wenn ich Pachelbel’s Canon in D höre- dass war unser Einzugslied. (Schon bei unserer Februarhochzeit, nur diesmal hat mich mein Papa zum Traualtar geführt und ich war ganz zittrig und aufgeregt, aber wenn man so einen tollen Papa dabei hat, geht das schon!)

ACH.ACH.ACH.

Und weil ich nun so geschwärmt habe…

hier einige meiner Lieblingsbilder (geschossen von Peter Michalski)

 

 

 

 

(unser Blumenmädchen hat ihren Job sehr ernst genommen… und wurde zur Blumenwerferin.)

 

www.peter-michalski.at