Ein perfektes Herbstwochenende

Montagmorgen. Uff. Grau in Grau. Am liebsten würde ich mich wieder ins Bett verkriechen und literweise Tee trinken und lesen der stricken oder einfach nur die Wand anstarren. Gestern haben wir zum ersten Mal die Heizung aufgedreht und heute Nacht wurde ich wach, weil der Wind so durch die Bäume gepeitscht hat. Ich krieche aus dem Bett, nur ungern verlasse ich meine warme Höhle. Schlaftrunken koche ich dem Mann und mir eine Tasse Tee, schweigend sitzen wir am Tisch und essen unser Frühstück. Eine Prüfung steht heute an und ich muss zum Ikea. In Gedanken aber bin ich noch ganz woanders. In einer gemütlichen Hütte in den Bergen, umgeben von gelben, roten, orangen Laubbäumen, eingekuschelt in einer Decke vorm Kamin, Karten spielened mit Freunden.

Morgens standen alle im Pyjama in der Küche, eine Tasse Kaffee in der Hand, die Kürbispalatschinken in der Mache. Im Hintergrund lief Football im Fernsehen, der Speck brutzelte in der Pfanne und die ganze Hütte roch nach Herbst, Kaffee und Zimt. Die Zeit stand still dieses Wochenende, alles ging ganz langsam. Wir waren spazieren, Kaffee trinken, haben Karten gespielt, gegessen, Football angeschaut, gelesen, viel geschlafen und noch viel mehr gelacht.

Ja, Herbst, du bist so schön. Vorallem mit Freunden.

 

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Sommer, Sonne, Schweden.

Seit etwas über einer Woche sind wir nun wieder zurück im gelobten Land. Die Koffer sind längst ausgepackt und verstaut, die Wäsche gewaschen, ein neuer Wäscheberg wieder gewachsen. Die Flugzeugklimaanlangenverkühlung ist überwunden, der Muskelkater vom Gepäckschleppen weg, und die Verspannung im Nacken und den Schultern dank 6 Stunden auf einer Burger King Bank schlafen, 4 Stunden am Gate sitzen und 10 1/2 Stunden Flug sind dank Massage auch passé. In Gedanken verarbeite ich noch die vielen Eindrücke von unserem Urlaub. Heute habe ich zum ersten Mal versucht, diese Eindrücke in Worte zu fassen und dieses Wortgewirr zu Papier zu bringen. Alles was ich geschafft habe, war: „Urlaub war super. Viel zu viel gegessen, Radl gefahren, Heidelbeeren gepflückt, Unmengen an Kaffee getrunken, gestrickt, gelesen. Heimreise war lang.“

Daniel und ich waren zwei Wochen in Schweden mit meiner Familie. Irgendwo im nirgendwo in einem Ort, der aus 3 Häusern bestand. Ein Haus davon war unser Ferienhaus. Ein altes Haus, bei dem die Türen gequietscht und der Boden geknarrt hat. Umgeben von Wald, Wiese und Kühen. (Und Bremsen)

Die ersten Tage waren wir zusammen in Copenhagen, und haben unseren 1. österreichischen Hochzeitstag gefeiert (wir haben ja im Februar in den USA geheiratet und dann im Juli in Österreich, werden aber den Februar als unseren Hochzeitstag feiern). Copenhagen ist so eine schöne, gemütliche Stadt!

Nach einer langen Zugreise kamen wir dann in Schweden an, wo wir eine wirklich tolle Zeit hatten.

An einem Tag sind wir mit dem Rad um den See gefahren- die kleine Runde- 66 km. Durch Wald und Wiese, an Pferden und Kühen vorbei, vorbei an roten Häusern und alten Kirchen. Zwischendurch sind wir stehen geblieben, um unsere mitgebrachten Brote zu essen und Kaffee zu trinken. Und Heidelbeeren zu pflücken. Einfach im Wald hinsetzen und Heidelbeeren pflücken, bin die Hände und die Zunge lila-blau gefärbt ist.

Natürlich sind wir auch nach Göteborg gefahren- eine meiner liebsten Städte auf dieser Welt. Am Hafen haben wir Schrimpsbrötchen gegessen. In meinem Lieblingscafé Kaffee getrunken und Zimtschnecken gegessen. Anschlieβend sind wir zu dem Häuschen gefahren, dass früher meinem Opa bzw. seiner 2. Frau gehört hat, und wo wir als Kinder unseren Sommer verbracht haben. Wir sind den Waldweg zum See gegangen, den ich als Kind so oft gegangen bin. Zu dem See, an dem ich mit meinem Papa Sandburgen gebaut habe.

Abends saβen wir im Wohnzimmer, haben gestrickt, gelesen, Karten gespielt. Bausteine mit meinem Neffen gebaut. Oder saβen auf der kleinen Veranda und haben Wein getrunken. Und selbstgemachten Schnaps. Spät abends sind wir spazieren gegangen, die Sonne war gerade am Untergehen. Und mir blieb die Luft weg, weil Schweden so ein schönes Land ist, und ich oft hin- und hergerissen bin, bei meiner Sehnsucht, ein kleines rotes Häuschen irgendwo in Schweden zu besitzen.

Es fällt mir schwer, diesen tollen Urlaub in Worte zu fassen.

Bevor wir gefahren sind, habe ich eine Liste an Dingen geschrieben, die ich gerne machen würde. Abgehakt habe ich kaum etwas. Im Gegenteil, die Liste verschwand gleich einmal irgendwo in einer Schublade, gemeinsam mit dem Handy.

Ich war NICHT jeden morgen laufen.
Ich war NICHT fischen und Boot fahren.
Ich war NICHT jeden Tag schwimmen und auch nicht mitten in der Nacht.
Ich habe NICHT jeden Tag Tagebuch geschrieben.
Ich habe NICHT James Bond gelesen, wie eigentlich vorgenommen.
Ich habe KEINEN Elch gesehen.

Dafür…
habe ich viel geschlafen.
habe ich 2 Wochen lang kein Internet gehabt. So herrlich!
haben wir jede Menge Karten gespielt und andere Brettspiele.
habe ich Unmengen an Zimtschnecken, Waffeln und Heidelbeeren gegessen.
waren wir radfahren und spazieren.
haben wir das Plantschbecken aufgestellt, mit warmen Wasser befüllt und haben „Day Spa“ gespielt, mit Kaffee und Keksen, während mein Neffe gepritschelt hat.
war ich mit meiner Mama Kaffee trinken und mit meinem Papa Rad fahren.haben wir family time deluxe genossen.

Und hier ein paar Fotos, weil Fotos mehr als 1000 Worte sagen.

 

 

Pictures by:

Anna.
Daniel.
Lisa.
Papa.

You bet’cha.

Über Fourth Of July waren wir in Minnesota.

Die Woche(n) davor war (en) [emotional] sehr, sehr stressig, und wir beide haben uns sehr nach einer Auszeit gesehnt. 5 Tage Minnesota kamen da wie gerufen. Erst waren wir beim Grandpa und anschließend ein paar Tage an einem See mit den Schwiegereltern.

Lange Spaziergänge, im Garten sitzen und Grandpa’s Geschichten zuhören, abends auf der Veranda ein Glas Wein trinken und dem Schwiegerpapa beim In-Kindheitserinnerungen-schwelgen beobachten, morgens mit der Schwiegermama eine Tasse Kaffee trinken und dabei den See beobachten und nach Adlern Ausschau halten, Kanu fahren, schwimmen, bis spät in die Nacht Karten spielen, bei offenem Fenster schlafen und dem Regentrommel am Dach lauschen, viel zu viel essen, am Lagerfeuer Würschtl grillen und mit den Kindern S’mores um die Wette essen, Steine sammeln, den Mittagsschlaf in der Hängematte halten, und abends mit dem Liebsten am Steg sitzen, den Sonnenuntergang beobachten, das 4th of July Feuerwerk bewundern und dankbar sein.

Morgens war ich vor allen anderen wach und hab mich mit der Bibel und einer Decke hinausgeschlichen. Um mich herum war alles still, nur die alte Holztreppe hat geknarrt und die Vögel haben gezwitschert. Am Steg saß ich in der Decke eingehüllt und habe den Sonnenaufgang bewundert und mein Herz war so voll. Voll von Dankbarkeit.

Diesen Sommer…

  • Werde ich viel lesen. The House of Mirth. Wuthering Heights. The Glass Castle. James Bond. H wie Habicht. The Great Gatsby (mal wieder).
  • Werde ich mich mit meinem Buchclub treffen und unsere Sommerlektüre besprechen. Und Kaffee trinken.
  • Und mit Freundinnen am Pool Margaritas trinken.
  • Werde ich viel Eis essen. Oder auch nicht.
  • Und viel Naturjoghurt mit frischen Beeren und Knuspermüsli.
  • Habe ich vor, möglichst oft auf den Bauernmarkt zu gehen.
  • Möchte ich mehr mit Natursachen experimientieren, Körperpeeling selber herstellen, zum Beispiel.
  • werde ich viiiiel Eiskaffee und selbstgemachte Limonade trinken. Immer nur her mit der Zitrone und dem Sprudelwasser!
  • werde ich auch jede Menge Hugo trinken. Ich liebe Minze und Hollunder.
  • werde ich viel schwimmen gehen. Das Schwimmbecken im Gebäude muss man ja ausnutzen.
  • Werde ich mich brav mit Sonnencreme einschmieren.
  • werde ich sooft es geht zum Morgenyoga gehen.
  • werde ich mich regelmäßig mit 3 Freundinnen zum Gebet treffen.
  • werde ich ganz viel Babyduft schnuppern. Zwei Freundinnen haben Babies bekommen!
  • werde ich ab und zu nach Richmond fahren.
  • werden wir wandern gehen und zelten.
  • lerne ich (hoffentlich) ENDLICH Grandpa kennen.
  • werden wir auf Urlaub fahren und neue Städte erkunden.
  • werden wir unsere Stadt mit dem Fahrrad erkunden.
  • wird es viel Erdbeermelonensalat geben.
  • und Grillabende mit Freunden.
  • Und jede Menge Kukuruz. Ich liebe Kukuruz.
  • werde ich mich auf das nächste Semester vorbereiten und Mathe lernen.
  • Möchte ich knallige Nagellacke tragen. ROT. ROSA. KORALLE.
  • Beginne ich (hoffentlich) meine neue Arbeit.
  • werde ich ins Museum gehen und mir die volle Dosis Kunst geben.
  • und mit der Hängematte im Park hängen und lesen.
  • wird es Bootsausflüge geben.
  • Gebe ich nicht auf, auch wenn mein Brot nicht gelingt. Ich werde weiterbacken!
  • werden wir oft ins Freiluftkino gehen und zu Freiluftkonzerten im Park (die hoffentlich gratis sind)
  • werden wir uns zum Volleyballspielen im Park treffen.
  • Werde ich viel Barfuß gehen. Oder maximal in Schlapfen. Hauptsache sockenlos!
  • werde ich mir NICHT die Haare färben oder abschneiden, auch wenn mich die Länge gerade furchtbar nervt. Bloggerdutt is the answer!
  • feiere ich Geburtstag. Und der Mann auch. (und unseren 1. [österreichischen] Hochzeitstag!! (Den „Richtigen“ hatten wir ja schon im Februar).
  • werde ich (ENDLICH) meine (externe) Festplatte organisieren und Fotos drucken und mein 2016 Fotoalbum kleben. Und unser Hochzeitsfotoalbum.
  • werde ich versuchen, wieder öfters Briefe zu schreiben.
  • werde ich genießen, faulenzen, schwitzen, die Hitze verfluchen, die Klimaanlage zu kalt aufdrehen, im Park sitzen, lachen, Fotos machen, LEBEN.

 

Grandfather Mountain. Churchretreat. Richmond. Charlotte.


Jetzt ist die Zeit aber verflogen, seit meinem letzten Post. Whoopsie. War ja auch einiges los hier! Zum einem habe ich mein Semester beendet, yay, zum andren hatten wir so einige Wochenendausflüge gemacht, und dann kam halt das übliche Leben dazwischen.

Hier ein kleiner Rückblick:

Daniel und ich waren (mal wieder) wandern. Grandfather Mountain stand diesmal auf unserer Liste. Leider regnete und stürmte es und so verbrachten wir mehr Zeit im Dorf in einem urigen Lokal, und anschließend noch einige Stunden im Nationalpark. Zum Wandern sind wir leider nicht gekommen, aber wir haben die Aussicht genossen, und ich habe es sogar über die „Mile High Swinging Bridge“ getraut! Hier im Park wurde übrigens eine Szene aus Forrest Gump gedreht, natürlich musste ich ein Foto machen!
Daniel und ich haben das Wandern für uns entdeckt, und wollen uns nun mit „Gear“ ausrüsten. Habt ihr Empfehlungen für gute Wanderschuhe und Campingausrüstung? Wir wollen so ein pop up tent kaufen?!

Ende April sind wir auf eine Kirchenfreizeit gefahren. Wir hatten eine echt tolle Zeit, mit guten Vorträgen, guten Gesprächen, Wandern, Eisessen, Spiele spielen und neue Bekanntschaften schließen. Obwohl wir erst seit knapp drei Monaten in der Kirche sind, fühlen wir uns schon richtig wohl und sehr herzlich aufgenommen. Die richtige Gemeinde zu finden, war ein großes Gebetsanliegen für uns vorm Umzug, welches auch sofort erhört wurde! Da ich während des Wochenendes meistens das Handy abgeschaltet hatte, gibt es nur ein paar Schnappsschüsse. Gewonnen habe ich auch zwei mal- einmal beim Zuckerl raten (es waren 750, ich hab 937 geraten), und einmal, weil ich am Weitesten entfernt von Charlotte aufgewachsen bin!

Mitte April hatte ich auch eine Zahnfleisch OP, glücklicherweise hatte ich kaum Schmerzen, aber es war extremst unangenehm und für eine Woche lang musste ich eine Schutzspange tragen- sabbern und lispeln inklusive. Natürlich bekam ich auch noch Halsweh dazu, und so lag ich 3 Tage lang mit Icepack an der Backe und einer ordentlichen Portion Selbstmitleit im Bett. Ein Hoch auf Netflix, zdf.de und einen Ehemann der Milkshakes und Suppe heimbringt. Mehr konnte ich nämlich nicht essen!

Seit einigen Wochen passe ich nun auf einen 16 Monate alten blonden Engel auf, was ich sehr genieße, wir spielen viel draußen und ich finde es immer wieder faszinierend wie viel und schnell so kleine Butzerln lernen! Jeden Tag gehen wir spazieren, finden Käfer, Ameisen, Dreck und Steine. Mittlerweile sagt er schon Sätze wie „Where go?“ „No know“ und „pala“ wenn er fällt (Hoppala… muss ja Deutsch lernen der Bub!). Außerdem finde ich ganz of vierblättrige Klees!

Leider hat sich auch herausgestellt, dass mein Uni-Wechsel komplizierter ist, als ich dachte, und ich quasi 1 Jahr länger brauche, weil mir Kurse (doch) nicht angerechnet werden. Noch dazu kommt, dass ich mich nicht rechtzeitig informiert habe, und so einen Kurs leider erst nächstes Jahr machen kann. Viel Frustration und Tränen und  Enttäuschung (warum können Studienberater einfach nicht die richtige Antwort geben!!!).  Und automatisch suche ich einen Schuldigen. Die Susi vom Schalter, die nicht abhebt. Der Franz von der Uni, der auf keine Email antwortet. Auch hier darf ich lernen, Gott zu vertrauen. Geht halt nicht immer nach meinem Kopf.

Letztes Wochenende waren wir dann noch in Richmond, weil Graduation war, und meine Schwägerin und zwei Freunde von uns ihren Master bzw Bachelor bekommen haben. Es war sehr regnerisch und kalt, aber wir haben es genossen. Und wir haben herausgefunden, dass wir noch eine Gutschrift für eine Massage hatten, so wurde ich am Sonntag verwöhnt! In meinem Liebelingscafe waren wir auch und haben lange gelesen und Kaffee getrunken. Wir haben nämlich nun begonnen, James Bond zu lesen- ich bin gefesselt! SO so so gut! Im Park, in dem wir uns kennen gelernt haben, gab es einen Kunstmarkt, bei dem wir auch waren. Leider hatten wir nicht das nötige Kleingeld dabei, um uns ein wunderschönes Gemälde vom Park zu kaufen, aber ein Eis ging sich aus!

Dieses Wochenende ist das erste seit sechs Wochen, welches wir daheim sein werden (seht ihr, ich habe „daheim“ gesagt! Langsam aber sicher fühlt es sich mehr danach an!). Wir freuen uns sehr darauf, keine Pflichttermine zu haben! Bis Mittag im Pajama sein, lesen,  Bücherregal ordnen, Brot backen… ach, Wochenende.

Und sonst so? Einen Buchclub habe ich ins Leben gerufen, und ich freue mich sehr, bin aber auch sehr aufgeregt, neue Leute kennen zu lernen! Wenn ihr „Summer reads“ Empfehlungen habt, nur her damit!!!
Auf meiner akutellen Bücherwunschleseliste stehen:
The Adventures of Tom Sawyer/The Adventures of Huckleberry Finn
The Scarlet Letter
Uncle Tom’s Cabin
The Picture of Dorian Gray
The Count of Monte Cristo
The House of Mirth
A Gentleman in Moscow
Hannah Coulter

 

Habts es fein!

 

The Biltmore Estate. [Asheville, NC]

The Biltmore Estate– America’s largest private home.

Biltmore wurde  zwischen 1889-1895 im Auftrag von George Vanderbilt gebaut und eröffnete an Heilig Abend in 1895. George Vanderbilt war der Enkel von Cornelius Vanderbilt, einer der reichsten Männer in der Geschichte Amerikas, der sein Geld mit Dampfschiffen und Eisenbahnen verdiente.  Zusammen mit seiner Frau Edith und seiner Tochter Cornelia wohnte George Vanderbilt in Biltmore. Oft kamen Gäste um in einen der 250 Zimmern zu wohnen. Das Haus verfügt über Bibliotheken, einer Schwimmhalle, Fitnessraum, Ställen und einem riesigen Garten. Seit 1930 ist das Haus öffentlich zugänglich.

Heute ist es ein Tourismusmagnet, täglich kommen Massen an Touristen, um die Zimmer anzusehen, im zu einem urigen Restaurant umgebauten Stall ein köstliches Essen zu genießen, im Garten spazieren zu gehen, Tulpenprachten zu bewundern oder im Antler Village shoppen zu gehen.

Gemeinsam mit Daniel und seinen Eltern war ich auch dort und habe mehr über George Vanderbilt gelernt. Unter anderem, dass er bis zu 81 Bücher pro Jahr gelesen hat, seine Lieblingsautoren Henry James, Leo Tolstoy and Charlotte Bronte waren und seine Tochter zwei Hausgeburten hatte. Da Vanderbilt ein so begeisterter Leser war, gab es eine Sonderausstellung, mit Kostümen von Literaturverfilmungen seiner Lieblingsbücher. Zu Sehen waren Kostüme aus Filmen wie zum Beispiel Anna Karenina und Stolz und Vorurteil. Ich habe mir sofort eine Liste angelegt mit Büchern, die ich jetzt lesen will. Und da ich ein Geschichtsfreak bin und gerade American History Kurse belege, konnte ich natürlich das Gelernte anwenden. Für mich ist es immer sehr interessant, die nüchternen Fakten aus dem Buch im Leben anzuwenden, und die kulturellen und sozialen Aspekte zu sehen.

Wir haben im Stable Café ein typisches Südstaaten Essen gegessen (Fried Chicken Salad, Grits, Barbeque, Biscuits), waren im Garten spazieren und konnten uns an den Tulpen nicht satt sehen. Anschließend sind wir noch in der Weinkellerei gewesen und haben den grässlichsten Wein verkostet. Dafür gab es aber sehr köstliches Eis, während eine Jazzband bei Sonnenuntergang gespielt hat.

Es war so ein entspannter Tag und wir alle haben diese Auszeit, die frische Luft, Spaziergänge im Bambuswald, Kaffee in der Sonne und viel Familienzeit sehr genossen.

Und da ein Bild mehr als 1000 Worte sagt, möchte ich euch gerne einige Fotos zeigen.

(Der Tag hat übrigens mit knappen 10 Grad begonnen, und weil die Wetterapp meinte, es wird 17 Grad geben, hatte ich natürlich nur ein Kleid und eine dünne Jacke mit… zum Glück hat es dann aber aufgeklärt und gegen Nachmittag wurde es sehr warm- perfekt für einen ausgedehnten Spaziergang).

 

Heute geht es für uns nach RICHMOND. Ich freue mich so sehr- ich vermisse diese Stadt täglich. Am Programm stehen Familienbesuch (Schwiegies und meine Au Pair Familie, Ich bin schon sehr gespannt. Der Bub kann jetzt schon seinen Namen schreiben!), Freunde treffen, ausgedehnte Spaziergänge und ein Besuch in meinem Lieblingscafe. Ach, Herrlich. Oh, und die Babyshower meiner lieben Freundin. Ich freue mich schon unglaublich, gemeinsam mit ihr und anderen lieben Freunden dieses Wunder zu feiern und für sie, den Papa und den Babybuben zu beten).

I. DO. AGAIN.

Nach dem Beitrag über unsere erste Hochzeit, möchte ich nun über unsere zweite Hochzeit schreiben.

Ich bin ja immer noch total verknallt in unsere Hochzeit. Ich kann wirklich, ungelogen sagen, dass es GENAU die Hochzeit war, die wir uns vorgestellt hatten. Liebevoll und fröhlich.
Oft wurde mir vorher gesagt, sei flexibel in der Plannung, es wird was schief gehen, es wird nicht alles so gehen, wie du es willst… aber ich muss sagen: nichts ist schief gegangen. Was hatte ich Alpträume davor! Sogar am Tag von der Hochzeit habe ich die ganze Zeit gedacht: jetzt muss aber was schief gehen. Aber nichts ist passiert. Es war super entspannt, fröhlich, emotional, festlich. (Ok, in der Kirche ist mir ein Druckfehler im Programmheft aufgefallen:-) )

Ohne die Hilfe meiner Hochzeitsfeen wäre dies alles nicht möglich gewesen. Ich hatte ein ganz tolles „Team Bride“, die super gearbeitet haben. Und mit mir als Chefin ist dies nicht so leicht, da ich, gelinde gesagt, ein Kontrollfreak bin und nichts abgeben kann. Und dennoch hat alles wunderbar geklappt. (Bis auf 715 Auszucker meinerseits, weil das Programmheft statt cremeweiss, elfenbeinweiss war).

Klar, es gibt 1, 2 Dinge die ich- im Nachhinein- anders gemacht hatte, aber das sind winzige Dinge (unteranderem bereue ich es, keinen Videographer angestellt zu haben).

Am Montag vor der Hochzeit sind die Amis gelandet (mein Mann war schon ne Woche vorher da und so konnten wir noch bisschen vorbereiten und Familirnzeit genießen. Und ein paar kleine große Krisen bewältigen. O-ton meiner Schwester: „Daniel, how about you and I run some errands? Lisa. You sit down, drink some water and watch a movie and SHUT UP“ uhm… wie war das nochmal? Ich bin eine gechillte Braut? Yea right). Jedenfalls als die Amis da waren, konnten wir noch ein bisschen Sight seeing und Familie zusammen bringen.

Am Vortag sind wir (meine Eltern und Geschwister und meine in-laws) ganz gemütlich brunchen gegangen (ganz kaiserlich in der Gloriette und haben im Anschluss Kirche und Heurigen geschmückt und abends waren wir noch essen, sozusagen als rehearsal dinner mit den amerikanischen Gästen. Das war echt toll und entspannt. (inklusiver Weltuntergang, weil die Kornblumen statt 7,5 cm nur 7 cm lang waren und die Schnur zum Foto aufhängen statt 35 cm nur 34 cm war- wisste Bescheid wie gechillt ich war)

Und der Tag selber- oh boy. Ein Traum. DAS WETTER! (Am Vortag hat es 11 Grad  und gestürmt, am Tag danach war es 15 Grad und Regen…)
Und die Trauung! Und das Essen! Und alles war so toll und liebevoll und fröhlich und ich komme aus dem Schwärmen nicht mehr heraus!

Getraut wurden wir vom selben Pfarrer, der schon meine Eltern verheiratet und mich getauft hat.
Geschminkt wurde ich von meiner tollen Freundin Cornelia und meine Trauzeugin Rebekka hat gesungen. Meine Schwester Anna hat die Torte gebacken und Herta war zustandig für den Fotoboothrahmen. Wir waren so ein tolles Hochzeitsfeenteam! Am Tag der Hochzeit sind mein Papa und Daniel noch zum Heurigen gefahren, um die letzten Dinge aufzuhängen (die ganze Woche war schlechtes Wetter und Sturm angesagt, darum haben wir uns nicht getraut) unser Blumenmädchen war so eifrig, dass sie sogar Blumen aus Euphorie geworfen hat und ganz tüchtig Seifenblasen geblasen hat.

Und der Tanz! Getanzt wurde zu Cat Stevens „Morning Has Broken“, und zwar Wiener Walzer, den wir im Schnellschnelleiltanzkurs einstudiert haben. (Der Mann hat in seinem Leben noch nie Walzer getanzt, und dann einen HOCHZEITSwienerwalzer… no pressure!) Als Vater Tochter Lied haben wir einen schwedischen Walzer gewählt, in dem eine Tochter mit ihrem Vater singt… („Papa, darf ich mit dir tanzen, du hast mir einen Tanz versprochen. Siehst du mein lnges Kleid? Ellinor, ich sehe es, sei nicht nervos, lass mich führen, und genies den Augenblick“… ach ich krieg Tränen in den Augen)
Wir hatten auch ganz tolle Lieder, meine zwei Lieblingslieder waren „Great Is Thy Faithfulness“ und „In Christ Alone“. Und nach wie vor kommen mir Tränen in die Augen, wenn ich Pachelbel’s Canon in D höre- dass war unser Einzugslied. (Schon bei unserer Februarhochzeit, nur diesmal hat mich mein Papa zum Traualtar geführt und ich war ganz zittrig und aufgeregt, aber wenn man so einen tollen Papa dabei hat, geht das schon!)

ACH.ACH.ACH.

Und weil ich nun so geschwärmt habe…

hier einige meiner Lieblingsbilder (geschossen von Peter Michalski)

 

 

 

 

(unser Blumenmädchen hat ihren Job sehr ernst genommen… und wurde zur Blumenwerferin.)

 

www.peter-michalski.at

 

 

 

Österreich.

 Ich bin jetzt wieder fast zwei Wochen ‚daheim‘, aber Worte finde ich immer noch nicht. Darum einfach mal Fotos. Es war eine intensive Zeit zuhause. Schön und schmerzhaft. Aber mehr schön.

Am letzten Abend haben Daniel und ich meinen Baum gefällt. Als wir damals in die Wohnung gezogen sind, haben meine Eltern  einen Obstbaum für uns Mädchen gepflanzt. Vor zwei Jahren bin ich nach Amerika und meiner Mama ist aufgefallen, dass mein Apfelbaum langsam abgestorben ist. Und dann hat sie eines Tages eine (amerikanische?) Stechpalme entdeckt, die hier eigentlich gar nicht wachsen. Irgendwie witzig, oder? Ich baue mir ein neues Leben auf und eine neue Pflanze beginnt zu wachsen. Daniel und ich haben den Baum jetzt gefällt und aus dem Holz wird ein Kreuz für uns angefertigt.

Und nun genug geschwaffelt!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

 

 

 übrigens, wer mehr Fotos von meinen super Schwestern sehen möchte: die Verrückten haben uns ein Familienfotoshooting zur Hochzeit geschenkt, hier könnt ihr es bewundern:-)

 

 

 

 

 

Argentinien

(Kurzer Gedankeneinschub: yeah, seit Samstag habe ich ENDLICH einen Schreibtisch, und jetzt sitze ich an meinem neuen Platz, am Fenster, und schreibe am COMPUTER und nicht so wie die letzten Monate am Ipad/IPhone auf dem Sofa, im Bett oder in der Küche…)

Heute gehen die Gedanken rund. Nicht nur, weil ich Wohnung aufräume, einräume, umräume, meine ganzen Schulsachen, die jetzt 3 Monate in Kisten irgendwo rumgekulltert sind, wieder einordne, meinen Schreibtisch einräume  und mich langsam auf das kommende Semester vorbereite, sondern auch, weil mir heute mal wieder bewusst geworden ist, wie schnell die Zeit doch vergeht.
Heute vor zehn(!!!) Jahren, haben mich meine Eltern und Schwestern zum Flughafen gebracht und ich bin in das große Abenteuer Schüleraustausch aufgebrochen. 5 1/2 Monate Argentinien.

Man, war ich damals naiv und unvorbereitet. (Gepackt habe ich glaub ich am Abend davor, 1 Koffer und eine Tasche… wenn ich heute ein Wochenende verreise, habe ich mehr Gepäck)

Ich weiß noch, wie ich damals in der Schule die Freistunde mit einer Freundin verbracht habe, als eine Gruppe Austauschschüler zu uns gekommen sind und ihr Programm vorgestellt haben und ich heim gefahren bin und meinen Eltern verkündigt habe: „Ich mach ein Austauschsjahr“. Okay. Also mal informieren, zu Vorbereitungs- und Kennenlerncamps fahren, Formulare ausfüllen, Visum beantragen, Dokumente zusammen suchen und kopieren und schwupps war es August und wir sind zum Flughafen.

Was gab es da Tränen. Und Drama. Und Liebeskummer.

FÜNF MONATE. Das klang damals so unglaublich lang und Argentinien so weit weg. (Ist es ja auch, 2 Stunden von Wien nach Frankfurt, umsteigen, 15 Stunden Flug bis nach Sao Paolo, Zwischenlandung und dann noch mal drei bis nach Buenos Aires, wo es ein Vorbereitungscamp gab und von dort zwei Stunden bis zu meiner Stadt)

Da standen wir also, und die Tränen flossen und ich war super nervös und aufgeregt und ganz kribbelig und als das Flugzeug dann abhob dachte ich nur: „Wow, es geht jetzt wirklich los“

Ich weiß noch genau, wie es sich angefühlt hat, in Argentinien. Alles war so neu. Und roch so ganz anders. Und alles war spannend. Und ich war so unglaublich müde.

Besonders kann ich mich an den Kaffee erinnern. Ein Löskaffee, gemischt mit Milchpulver und ganz viel Zucker. Unglaublich süß. Und das Haus, in dem meine Gastfamilie lebte, war so ganz anders. Ich kann mich noch ganz genau an den Geruch erinnern. Morgens roch es immer nach verbranntem Toast, zu dem wir einen Art süßen Frischkäse aßen. Und Mate. Das Teegetrank, das jeder Argentinier trinkt. Mein erster Satz, den ich zu meiner Gastmama sagte, brav in Flugzeug auswendig gelernt: ‚Soy Lisa. No te entiendo‘.

Zwar hatte ich zwei Jahre lang Spanisch in der Schule gelernt, aber das half mir nichts weiter. Wenn jemand hochdeutsch lernt und dann nach Vorarlberg kommt. Null habe ich verstanden. Fünf Sätze habe och brav auswendig gelernt, und das war das einzige was ich die ersten Wochen gesagt habe: ‚Hola. Me llamo Lisa. Soy de Austria. No entiendo. Como estas?‘

Langsam, ganz langsam habe ich mich getraut, den Mund aufzumachen. Immer dabei: mein mini Wörterbuch, das am Ende ganz zerfleddert war.

Ich bin in eine Landwirtschaftsschule gegangen. Am Programm stand unteranderem: Schafe schlachten. Bohnen pflanzen. Es war eine kleine Schule mit 120 Schülern, und da ich die einzige Austauschschülerin war, hat mich jeder gekannt. Die Mädchen mussten eine Art Kittel tragen, das war die Uniform. Ich wollte das nicht und bin prompt beim Direktor vorgeladen worden. Einmal, als wir auf dem Weg vom Schulgebäude zum Stall waren, kamen aus dem nichts meine Klassenkameraden und haben mich geschnappt und ihn den Wassertrog geschmissen. Was haben wir gelacht! Allerdings wäre ich beinahe suspendiert worden.

Für meine Mitschüler war ich die reiche Europäerin, weil sich meine Eltern einen Fernseher UND einen Computer leisten konnten und ich mir eine Kamera. Ja, an diese Armut erinnere ich mich gut. Da haben 8 Geschwister in einem Zimmer schlafen müssen, die Stadt war furchtbar staubig und schmutzig. Aber gelacht haben alle- ganz unbeschwert. Ich kann mich erinnern, dass auf der Straße Kinder stehen geblieben sind, um mich anzustarren, weil ich (verglichen mit ihnen) blond und so hellhäutig war und nochdazu so groß).

Und getanzt wurde. Ganz viel. Manchmal haben wir uns im Park getroffen, mit einem CD player und haben getanzt. Auch in der Schule mit den Lehrern.

Auf der Straße gab es ganz viele Straßenhändler, die Schmuck verkauften, einmal sind wir in den Norden gefahren, an die Grenze zu Paraguay (mir ist im Bus so schlecht geworden, dass ich mich mega übergeben haben müssen… 30 Stunden Busfahrt ist halt nicht so einfach), dort gab es die frischesten Früchte, die ich je gegessen habe!

Meine Gastgroßeltern hatte eine Schaffarm, zu der wir gefahren sind. „Nicht weit entfernt“- also 6 Stunden Fahrt. Die Farm lag so abgelegen, das nächste Dorf (mit einer Tankstelle und drei Häusern) war drei Stunden entfernt. Nachts war es so dunkel- und dieser Sternenhimmel, den vergesse ich nie. Die Sterne sahen ganz anders aus, als daheim. Und alles war so unendlich weit. Mein Gastbruder hat gejagt, und so sind wir mit dem Jeep los um Guanacos zu jagen, durch den Fluss und einer Herde hinter her. Geritten haben sie auch, wie richtige Gauchos, aber ich hatte zu sehr Schiss, heute bereue ich es irgendwie…

Einmal sind wir ans Meer gefahren und haben Pinguine, Wale und Seelöwen gesehen… die gab es da en masse. In einem kleinen Restaurant habe ich zum ersten Mal Muscheln gegessen… so ganz begeistert war ich damals nicht, aber meine Gastschwester hat mich aufeinmal angestarrt: „Ich bin so neidisch, du hast ja türkise Augen- das hätte ich auch gerne“

Damals war Kommunikation mit Österreich nicht ganz so einfach. Wir hatten MSN Messenger, und emails und ich hatte eine Telefonwertkarte, mit der ich einmal im Monat zu Hause angerufen habe.

Besonders war es zu Weihnachten und an Silvester- wir lagen am Pool, weil es ja Sommer war. Das war mein erstes Weihnachten ohne meine Familie, und ich hab ganz viel geheult, weil meine Gastfamilie nicht wirklich Weihnachten gefeiert hat, und mir meine Familie so richtig abgegangen ist.

Angst hatte ich nie, gefährlich war es- dachte ich zumindest- nicht. Klar, abends durfte ich nicht allein auf die Straße, und weil wir alle blond und blauäugig und groß war, sind wir immer in Begleitung meines Gastbruders fortgegangen, der uns ‚beschützt‘ hat.

Heute denke ich mir, wie konnte ich nur so unvorbereitet los ziehen? Wenn ich heute verreise, packe ich schon 2 Wochen vorher. Schreibe alle Telefonnummern auf, informiere mich uber alles. Damals- damals hatte ich nichts vorbereitet, fahrma halt mal los.

Es waren tolle fünf Monate. Keine Frage.

Vermisse ich es? Manchmal vermisse ich die Leichtigkeit, na trinken wir halt mal einen Mate und chillen. Heute muss alles organisiert und geplant und gedenkt warden. Dort war alles: „Ja, schau ma mal, ich komm dann mal ruber und wir chillen“.

Und ich vermisse es, Spanisch zu sprechen.

Manchmal, wenn ich ein bestimmtes Wort höre, oder zB verbrannten Toast rieche, denke ich sofort an mein Zuhause in Argentinien.

‚Che‘ war so ein Wort. Alle wurden mit ‚che‘ angesprochen. Ungefähr so, wie hier alle ‚dude‘ sagen.

Als ich wieder heimgekommen bin und im Spanischunterricht spanisch gesprochen habe, musste mich meine Lehrerin daran erinnern, Spanisch Spanisch zu sprechen, und nicht Argentinisch Spanisch. Anfangs tat ich mir im Englisch Unterricht schwer, da sind mir oft die Wörter nicht eingefallen und ich habe einfach ins Spanische gewechselt.

Wow, wie schnell 10 Jahre doch vergehen.

Und wie viel sich in 10 Jahren geändert und getan hat.

 

 

 

 

(Ich wollte zu diesem Beitrag ein paar Fotos von meinem Argentinienabenteuer anhängen, allerdings befinden die sich auf der Festplatte in Österreich… wahrscheinlich würde sich eh jeder nur denken: whaaat? So hat die sich rausgetraut? Ich sage nur Jeans, knielanger Rock drüber, Papas Krawatte und zweifärbige Converse…)

Lisa in Pisa.

In der Volksschule haben mich am Schulhof die andren Kinder mal ‚Lisa Pisa‘ genannt. Daraufhin habe ich im Englischunterricht gesagt: ‚When I grow up I want to go to Pisa‘

Mein Papa hat mir damals versprochen: „Bevor du heiratest, fahre ich mit dir nach Pisa“

Gut, das ist nun einige Jährchen her und als wir uns dann verlobt haben und die Hochzeit näher rückte, drängte sich dieses Versprechen wieder in den Vordergrund und dann kam die SMS vom Papa, dass er mit mir nach Pisa fährt!

Zwei Wochen vor dem großen Tag wurde es dann wahr: Papa und ich fuhren nach Pisa!

Und obwohl es gefühlt der heißeste Tag überhaupt war und wir gefühlte 100000 km maschiert sind, war es wunderbar! Erst sind wir nach Pisa wo ich endlich!!! den schiefen Turm sah und auch raufgegangen bin (und gleich einen mega Schwindelanfall hatte) und am Heimweg noch nach Florenz.

So viel exklusivzeit mit meinem Papa! Er hat mir ganz viele tolle Plätze gezeigt, an denen er schon vor 30 Jahren war, wir haben Karten gespielt und Eis gegessen und es war so toll!

Ach, ich liebe Italien und meinen Papa sowieso!

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