Alle Jahre wieder…

… kommt der Weihnachtsstress.

Dabei habe ich mir doch SO SO fest vorgenommen, mich nicht stressen zu lassen. Anfangs ging es ja gut, ich hatte alle Weihnachtsgeschenke besorgt und verpackt bevor 1. Dezember, die Weihnachtspost war ausgesendet, das Weihnachtsmenü war zusammen gestellt und der Sekt gekühlt. Sogar Serviettenringmascherlgschistischasti habe ich vorbereitet.

2 Tage vor Weihnachten habe ich dann die Krise bekommen. Die Fenster sind nicht geputzt! Wir haben ein Geschenk vergessen, drei verschiedene Torten zu backen ist doch zu viel. Zur Reinigung muss ich noch, und gebügelt gehört auch noch.

Meine Mama hat mich dann daran erinnert, dass in der Bibel nirgendswo ein Weihnachtsputz vorkommt. Das hat mich zum Nachdenken angeregt. Maria hatte sowieso Besseres zu tun als  Stall zu putzen und Vorhänge zu waschen.

Immer wieder erwische ich mich dabei, dass ich so beschäftigt bin, alles perfekt haben zu müssen, dass ich den wahren Grund für Weihnachten vergesse. Es geht nicht darum, dass ich ein 5 Gänge Menü serviere, den perfekt geschmückten Baum habe und fancy schmancy Brunch Gerichte auftische. Es geht darum, die Geburt unseres Heilands zu feiern.

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; er heißt Wunderbar, Rat, Held, Ewig-Vater Friedefürst.

Die Bibel. Jesaja 9:6 (Martin Luther Übersetzung)

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Hier so.

Im Moment fällt es mir schwer, hier etwas zu schreiben. Hauptsächlich, weil ich nicht weiß, worüber. Und auch, weil ich nicht weiß, wie viel ich wirklich teilen möchte, mit der großen Internetwelt.

Eigentlich wollte ich ja einen „Christmas in the City“ schreiben, mit weihnachtlicher Deko, Keksrezepten, Fotos von Daniel und mir wie wir verliebt vorm Christbaum stehen, turtelnd Lichterketten aufhängen oder vorm Nussknackerballet stehen (der Gute hat mich nämlich mit Tickets überrascht!). Auch wollte ich einen Post ala „sieben Dinge die ich in 2016 gelernt habe“ schreiben, oder einen Jahresrückblick (2016 war super, es wurde geheiratet und ich bin so ein Streber, dass ich ein Stipendium bekommen habe, Buchclub rockt, bla bla bla). Zumindest einen „sieben Dinge, die ich mir für 2017 vornehme“ Post hatte ich vorgenommen (mir Auszeiten erlauben, freundlich sein, einmal pro Monat einen neuen Kurs im Fitnessstudio ausprobieren…)

Aber auch das ist zu stressig im Moment.

Also gibt es jetzt nur eine kleine Zusammenfassung der letzten paar Wochen.

Weihnachten war super, die Woche davor hab ich mir die Hand verletzt und durfte Bandage tragen, was putzen und kochen etwas schwer gemacht hat. Aber ich als Kontrollfreak und Perfektionist habe mal wieder Schmerzen in Kauf genommen, um die Wohnung tip top zu putzen und ein Weihnachtsmenü zu kochen. Kurzfristig haben der Mann und ich beschlossen, die Schwiegerfamilie am Heilig Abend zu uns einzuladen und da ich bis Donnerstag gearbeitet habe und noch zum Frisör musste, musste das alles Freitag gemacht werden. Ein Hoch auf Online Supermarkt einkaufen- online bestellen, zum Supermarkt fahren und es abholen. Man, bin ich amerikanisiert worden (ist aber super. Da sitze ich daheim Kaffee trinkend und shoppe Lebensmittel!). Jedenfalls war das Essen sehr lecker (Fondue a la Mama) und der Abend sehr gemütlich, es wurde gelacht und geplaudert und ich wurde als die perfekte Hausfrau gelobt und am nächsten Tag dachte ich, ich werde ohnmächtig vor Schmerzen in der Hand. Naja, worth it (oder?).

Zwischen Weihnachten und Silvester wurde gechillt, mit einer Freundin Stranger Things bingegewatched, mit einer anderen Freundin Wohnung zusammengepackt, die jetzt fûr FÜNF (!) Jahre nach Uganda zieht, könnt euch vorstellen, wie da die Tränen fließen. Zwischendurch spazieren gegangen und irgendwann bin ich heulend beim Arzt gelandet, weil ich dachte, ich hätte einen Herzinfarkt. Der meinte nur, ich muss dringenst chillen und relaxen und aufhören, so viel Stress zu machen. (Kleiner Tip: Dr. Google ist nicht unbedingt hilfreich in solchen Fällen, laut dem hatte ich nämlich Herzinfarktschlaganfallbrustkrebsgebrochenerippewasweißichwas). Also wurde seit einer Woche nicht mehr Emails gecheckt, die Wäsche nicht gebügelt, und an Silvester, statt eine Party zu schmeißen, bin ich, nach dem obligatorischen Dinner for One, noch vor Mitternacht schlafen gegangen. Herrlich! Ausgeschlafen startet es sich viel besser ins neue Jahr!

Jetzt ist noch eine Woche Ferien, bevor am Montag Uni und Arbeit wieder los gehen und ich hab jetzt schon Schweißausbrüche bei dem Gedanken an Prüfungen.

Natürlich habe ich mir auch wieder Neujahrsvorsätze genommen, allerdings habe ich die auf drei reduziert:

1. Lernen zu entspannen.

2. Nicht so streng mit mir selbst sein und mir Fehler erlauben (besonders wichtig in der Schule, eine 1 reicht auch, es muss nicht immer eine 1+ sein).

3. Einen 10km Lauf laufen.

 Ein Wort habe ich auch für 2017, welches mich begleiten soll: Gnade(nvoll). Ich möchte gnädig mit meinen Mitmenschen, dem Briefträger, Cafehausbesitzer, Kassiererin, Mitschülern und mir selber.

Also, Chillermodus an, stresst euch nicht zu sehr und geht raus an die frische Luft. Bei uns ist für morgen übrigens Schnee angesagt. Wisste eh, was das bedeutet: Apokalypsenmodus an, Supermarkt leer kaufen und alles sperren.

Na dann.

So. Dann sind mal eben 4 Wochen vergangen und ich soll nun berichten, was so los war. Nicht viel, Weihnachten, Prüfungen, Ende des ersten Semesters, Anmelden fürs neue Semester, Hexenschuss, Besuch der Eltern und Schwester, mega Verkühlung,… (Denn natürlich wurde ich, sobald meine Mama da war, richtig krank, mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit… wahrscheinlich hat mir mein Unterbewusstsein gesagt: „Jetzt ist die Mama da, die pflegt dich gesund“. Was sie auch getan hat.)

Und weil ich gerade etwas schreibfaul bin, hier ein paar Fotos, die ein bisschen zusammen fassen, was so los war!20151223_131320Der Bub hat mir zu Weihnachten 2 Karten gemalt. Eh klar, bin ja seine „very good friend Visa“ (Das mit dem „L“ üben wir noch) Seine große Schwester hat übrigens das Schreiben übernommen. (Bitte wann ist sie so groß geworden, dass sie in SCHREIBSCHRIFT schreibt???) Ebenso, auf seinen Befehl hin, das „Hashtag Heart Flowers“, weil… „Visa loves flowers, hashtags and hearts“ (Der Bub sollte mal auf Twitter und Instagram, der hat das Hashtagen rausgehabt, bevor er noch gescheit reden  hat können. Sein erster „richtiger“ Satz, nach „Bitte Äse haben“, „Daddy buyed bow tie“ und „I tired. I need nap“ war übrigens: „Hashtag Heart Visa“)IMG_0108Mein Weihnachtsessenbeitrag: white chocolate coconut cake with creme cheese frosting. Und weil mir die weiße Schokolade ausgegangen ist, habe ich halt Pfefferminzschokolade verwendet und schwups war das frosting pink. Egal. Hauptsache der Pfefferkuchen sitzt! IMG_0110Meine Dekoration! Einen Kübel mit Wasser füllen, Mistelzweige, rote Beeren und sonstige Sachen reingeben, Kerze dazu, einfrieren, fertig.  Oh, das wird auch eine schöne Sommerdekoration, wenn man statt dem Weihnachtsgrünzeugs Blumen reingibt!

IMG950086Cookie decoration! Und weil wir nichts von herkömmlichen Weihnachtssreuselglimbim halten, haben wir halt Fahnen gemalt. FUN! IMG950083oh und das sind übrigens die Staaten. Und wer findet Schweden und Österreich?

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der gute Herr und ich, bei unserem Ausflug nach Williamsburg, weil, wenn der Papa da ist, wird touristikt!

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Zur Feier des Tages sind Damen der Welt ins Nagelstudio und haben sich aufhübschen lassen.

IMG_0143Moment einmal… Freiheitsstatue? Wann sind wir nach New York? Gar nicht, hier in Richmond gibt es so was auch. Nur halt in klein:-) IMG_0157typisches Familienfoto: M versucht sich groß zu machen, Mama wehrt sich, Lisa denkt sich, egaaaal und der Papa schüttelt den Kopf.IMG_0176Busserlfoto ist auch schon Pflicht! IMG_0201Diese wunderbare Dame wurde 21!! (Dabei wurde sie doch erst gestern 10!!) Und zur Feier des Tages und weil USA, haben wir sie zu Kuchen und ihrem ersten legalen Drink in den USA eingeladen IMG_8755und nein, wir sind keine Zwillis (wurden aber 3 mal gefragt!)IMG_8771Der gute Herr und ich haben ein bisschen einen Sushitick, wie man sieht. Und darum wurden die Eltern und Schwester ausgeführt, in unser Lieblingssushilokal, wo wir vor fast 2 Jahren unser 2. Date hatten. IMG_8808gehts ein bisschen mehr kitsch? IMG_8979nochmal ein Foto vom Herrn und mir, in Williamsburg IMG_9076und natUrlich der obligatoirsche Kaffee. Kommen ja nicht umsonst aus Wien, das berühmt für die Kaffeehauskultur ist.

Oh waren das herrliche Tage! Nun sind die Guten wieder daheim, der Unistress hat begonnen und mittlerweile geht es mir auch schon etwas besser. Nur der Husten, der ist immer noch da.

Oh, und was sonst so war?

Das hier:

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WE GOT ENGAGED!!!

Der Freund Verlobte und ich stürzen uns jetzt in Hochzeitsvorbereitungen, keine Sorge, der Blog wird verschont. Vielleicht.

Worüber soll ich berichten?

Eigentlich fallen mir gerade sooo viele tolle Dinge ein, über die ich berichten möchte/könnte. Eigentlich gäbe es ausreichend Material, um mehrere Posts zu füllen.

Da gäbe es zum Beispiel das tolle Friendsgiving Dinner, letzten Samstag. Letzten Donnerstag war ja Thanksgiving und daher haben ein paar Freunde und ich schon vor langer Zeit beschlossen, ein FRIENDSgiving Dinner zu veranstalten. Also haben wir eine Email ausgesendet und uns Samstag Abend zum Essen getroffen. Ich habe die weltbeste Kürbissuppe gekocht (Ich weiß, Eigenlob stinkt und so…), es gab Salat, Kartoffel, Brötchen, Fleisch, Wein, Kuchen, Eis… es war so schön, so viele Freunde auf einmal zu sehen, wir haben gelacht, geweint (hauptsächlich vor Lachen), Spiele gespielt („twerking“ pantomimisch darstellen hat in so einigen Lachanfällen geendet). Ich bin froh, dass ich mich soweit eingelebt habe und so viele tolle Freunde kennen gelernt habe!

imageUnd weil die Suppe so Hammer war, hier das Rezept. (Ich koche allerdings Mengenangabenfrei) Wir waren 14 Leute und die Suppe hat gereicht: 3-4 Butternutkürbisse (Die waren eher klein), 3-4 Karotten, 2-3 Süßkartoffeln, 1-2 Kartoffeln, 1 Zwiebel. Alles schälen, entkernen, waschen, klein schneiden. Zwiebel in etwas Öl anrösten. Hühnerbrühe (oder Gemüsebrühe) dazugeben und den Kürbis, Karotten und (Süß-) Kartoffel dazu geben, weich kochen lassen. Pürieren und mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Ingwer, Curry und etwas Zimt abschmecken. Wer will, kann noch einen Schuß Obers dazu geben und mit Kürbiskernöl anrichten. Ist herrlich warm und sättigend. Und wenn man noch etwas Brot zum tunken (stippen) hat, ist es perfekt!

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Ich könnte auch über mein tolles Bastelprojekt berichten. Ich bastel total gene und noch viel gerner mit Naturmaterialien. Auf einem Weihnachtsmarkt habe ich mir ein paar Ideen geholt und Lichterkettenlaternen gebastelt. Dazu benötigt man: Alte Gläser (Marmeladengläser oder Tomatensaucengläser…), Lichterketten (ich habe eine batteriebetriebene mit 150 Lichtern verwendet und habe 3 Gläser befüllt), Naturmaterialien zum Befüllen (Äste, Steine, Nüsse, Bockerl, Blätter… auch Zimtstangen und Nelken… dann duftet es so herrlich) eventuell Bänder. Die Gläser mit den Materialien und Lichterkette befüllen (man muss sich da etwas spielen…) Sieht ur gemütlich aus! Für Weihnachten verwende ich dann Tannenzweige und Bockerl, die ich Gold und Silber bespraye. Außerdem hab ich einen last minute very low budget (eigentlich no budget) Adventkranz gebastelt… 4 leere Flaschen (in dem Fall haben der Freund und ich fleißig Apfelcider getrunken) ausspülen, Kerzen reinstecken (Ich habe Bienenwachskezen genommen) Schleife rumbinden, und beschriften… fertig. Die Woche werde ich noch Orangen in Scheiben schneiden, auf einem Backblech trocknen lassen und dann dazu geben und mit Tannenzweigen etwas ‚anrichten‘.

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Oder ich könnte von dem Videostore in der Stadt berichten, bei dem wir regelmäßig VHS Kassetten und DVDs ausborgen. An unserem 2. Date hat mich der Freund dort hingebracht und ich war total begeistert von der Nostalgie, die dort in der Luft hängt. Seitdem gehen wir regelmäßig hin, um in Erinnerungen zu schwelgen und Filme auszuborgen. Daneben gibt es eine Pizzeria, und somit ist der Videoabend perfekt. Ich könnte stundenlang in dem Landen stehen, DVDs betrachten, VHS Kassetten rausnehmen… ‚Ich erinnere mich, als ich den Film gesehen habe…‘, ‚Kennst du den hier? Das war mein Lieblingsfilm, als ich klein war‘, ‚Schau mal, das war der 1. Film, den ich allein im Kino gesehen habe’…  Billig ist der Spaß sicher nicht, und es ist sicher einfacher, einen Film übers Internet anzuschauen… aber es macht mehr Spaß. Außerdem gibt es dort so ziemlich alle Filme. Und sogar noch Videokassetten.

Da wäre auch noch der erste Frost, von dem ich erzählen wollte… Samstag Nacht hat es zum ersten Mal gefrostet und ich musste meinen Wintermantel anziehen. In der Früh war alles von einer Frostschicht überzogen. Morgens und Abends ist es hier richtig ‚crisp‘, wie wir sagen und ich liebe es. Da macht Spazierengehen gleich viel mehr Spaß! Außerdem ist hier Weihnachtstimmung angebrochen. The Christmasmadness is here… Thanksgiving war kaum vorbei, da wurden die Kürbisse schon weggeräumt und der Weihnachtsdekobeleuchtungskitsch hat angefangen. Seit einer Woche spielen im Radio die Weihnachtslieder auf und ab. Ich habe ein paar Lichterketten aufgehängt und werde auch noch getrocknete Orangenscheibengirlanden aufhängen. Heuer is lowbudget (gerne auch No Budget) DYI und Naturmaterialien angesagt.image image image

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Aber ich könnte euch von unserem Ausflug erzählen. Letzten Samstag sind wir in die Blue Ridge Mountain gefahren. Unterwegs haben wir Zwischenstop in einem kleinen Deutschen Gasthaus gemacht, wo ich NATÜRLICH Sauerkraut bestellt habe. Es gab auch warme Semmeln… mhmmmm… Und im Hintergrund hat es Schlagermusik aus den 70igern gespielt.  Und wir haben einen Christbaum gekauft (selbst gesägt!) image image image image image image image

Oder ich erzähle euch von dem Abend, als es „The Wizard of Oz“ gespielt hat, und ich eingekuschelt am Sofa lag, heißen Kakao getrunken habe und diesen wunderbaren Klassiker angeschaut habe und am Ende mit Tränen in den Augen Dorothy zugestimmt habe: „There’s no place like home“

 

Oh, und habe ich schon erzählt, dass meine Eltern und meine kleine Schwester in 4(!!!) Wochen zu Besuch kommen???

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