Alle Jahre wieder…

… kommt der Weihnachtsstress.

Dabei habe ich mir doch SO SO fest vorgenommen, mich nicht stressen zu lassen. Anfangs ging es ja gut, ich hatte alle Weihnachtsgeschenke besorgt und verpackt bevor 1. Dezember, die Weihnachtspost war ausgesendet, das Weihnachtsmenü war zusammen gestellt und der Sekt gekühlt. Sogar Serviettenringmascherlgschistischasti habe ich vorbereitet.

2 Tage vor Weihnachten habe ich dann die Krise bekommen. Die Fenster sind nicht geputzt! Wir haben ein Geschenk vergessen, drei verschiedene Torten zu backen ist doch zu viel. Zur Reinigung muss ich noch, und gebügelt gehört auch noch.

Meine Mama hat mich dann daran erinnert, dass in der Bibel nirgendswo ein Weihnachtsputz vorkommt. Das hat mich zum Nachdenken angeregt. Maria hatte sowieso Besseres zu tun als  Stall zu putzen und Vorhänge zu waschen.

Immer wieder erwische ich mich dabei, dass ich so beschäftigt bin, alles perfekt haben zu müssen, dass ich den wahren Grund für Weihnachten vergesse. Es geht nicht darum, dass ich ein 5 Gänge Menü serviere, den perfekt geschmückten Baum habe und fancy schmancy Brunch Gerichte auftische. Es geht darum, die Geburt unseres Heilands zu feiern.

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; er heißt Wunderbar, Rat, Held, Ewig-Vater Friedefürst.

Die Bibel. Jesaja 9:6 (Martin Luther Übersetzung)

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Lieblingsgeräusche.

  • Laubrascheln
  • das Knirschen des Schnees
  • Regen
  • Meeresrauschen
  • Vogelgezwitscher, besonders im Frühling und am Morgen
  • herzliches Lachen. Besonders Kinderlachen.
  • der Schlüssel in der Türe, wenn der Mann nach einem laaaangen Tag heimkommt.
  • Wiener Walzer im Flieger, denn das bedeuted ich bin in Wien gelandet und sehe gleich meine Familie!
  • Wind in den Bäumen.
  • die Stille des Waldes.
  • die Stille während es in dicken Flocken schneit.
  • Kuhglockengeläute.
  • die Christkindglocke am Heilig Abend.
  • Lagerfeuer und Kamingeknister.

Nicht Perfekt. Aber dennoch gut.

Dass ich [etwas] perfektionistisch veranlagt bin, habe ich hin und wieder schon mal erwähnt. Meinen Kontrollzwang habe ich sicher auch mal erwähnt.

Vor einigen Wochen hatte ich rießen Drama, weil ich mich wohl oder übel damit abfinden muss, eine Zwei im Zeugnis zu haben. Uff, mein perfekter Notendurschnitt. Ich kämpfe immer noch damit. (Hey, im Gymnasium war eine 4- meine beste Note, und jetzt heule ich wegen einer Zwei!!!)

Über Thanksgiving waren wir in Richmond, und meine to-do Liste war meilenlang. Putzen, Wäsche waschen, Lernen, vorbereiten, ein Projekt beenden (muss zwar erst in einer Woche fertig sein, aber bissl extra Stress kann ja nie schaden, oder?), Kleidung aus der Putzerei holen, Weihnachtspost aussenden, Weihnachtsdeko aufstellen, Adventkalender fertig machen, Sauerkraut in Gläser umfüllen.

Und dann wurde ich krank. Und lag niesend, schnupfend, fröstelnd im Bett. Aber Wäsche habe ich trotzdem gewaschen. Und musste mich zwischendurch hinlegen, weil die 5 Treppen vom Waschraum ins Schlafzimmer zu anstrengend waren. Und was habe ich geheult. Weil, weißt eh, jetzt fahren wir weg, und ich habe das Haus nicht geputzt. Und die Weihnachtsdeko hängt nicht. Und jetzt geht die Welt unter, weil die Weihnachtspost drei Tage später ausgesendet wird (man beachte, letztes Jahr habe ich die Weihnachtspost ca 2 Wochen nach Weihnachten ausgesendet).

Und es ist OK. Dann dekoriere ich eben erst nächstes Wochenende. Dann reiche ich meine Abschlussarbeit halt mal genau am Abgebetag ab und nicht 3 Tage vorher. Mein Haus muss nicht immer blitz blank geputzt sein.

Sobald ich mich mal wieder zu sehr unter Druck setze (was so ziemlich jeden Tag geschieht), geht mein Körper in Streik. Halsweh, Kopfschmerzen, extreme Müdigkeit. Dann muss ich runter schrauben und lernen, 80% ist auch OK.

Es ist OK, eine Mittagspause einzulegen, mal ein Buch zu lesen. Ich muss lernen, auf meinen Körper zu hören.

Also nehme ich mir vor, täglich 20 Minuten an der frischen Luft zu sein. 3 Mal in der Woche laufen zu gehen. (oder eine andre Art von Sport. Yoga, zum Beispiel). Mittagspause einlegen. Lernen, nein zu sagen. (Ich muss nicht immer überall aushelfen)

Mal sehen wie es klappt. Diese Weihnachtszeit möchte ich stress frei erleben. Kein Lastminutepanikweihnachtsgeschenkshoppen. Kein von-Weihnachtsparty-zu-Weihnachtsparty-hüpfen. Ich nehm mir den Samstag vor und den Dienstag nach Weihnachten frei. Statt klimbim gibts Ruhe und Zeit gemeinsam. Tee trinken gehen mit einer Freundin statt gestresstes shopping center. Kerzen anzünden statt lautem Fernsehen. 2, 3 bewährte Keksrezepte statt Pinterest. Ruhe und Fokus auf den wahren Grund, warum wir feiern statt Konsumgeilheit.

Und aktzeptieren, dass nicht alles perfekt sein muss.

Aber das Wetter is momentan ziemlich perfekt.

 

Heute is ein guter Tag.

Ich sitze im Café, eine Tasse dampfender Kaffee steht vor mir,  ein halb gegessenes Croissant liegt auf meinem Teller. Im Hintergrund spielt es französische Musik, die mich an den Film Chocolate erinnern. Stimmengeschwirr, es riecht nach frischem Gebäck.
Heute ist ein guter Tag. Obwohl ich es nicht ins Fitnessstudio geschafft habe (der innere Schweinehund, der fiese!).
Draußen ist es kalt, und nebelig, aber die Sonne blitzt durch. Die Bäume leuchten in orange, gelb, und rot.
Eben habe ich mich von meiner Freundin verabschiedet, mit der ich mich zum Frühstück getroffen habe. Ich habe noch eine Stunde bevor ich zur Arbeit muss. Ich lese A Gentleman in Moscow und verliere mich in den Worten. Seit langem bin ich so richtig motiviert. Heute wird gestaubsaugt und gemoppt. Und endlich Fotos ausgesucht und gedruckt, fürs Fotoalbum und zum verschicken. Und für das Haus, zum aufhängen. Seit 2 1/2 Monaten wohnen wir schon in UNSEREM HAUS(!!!) und nachwievor sind alle Wände kahl. Vielleicht beginne ich auch das Wohnzimmer fertig auszumalen.
Ja, heute ist ein guter Tag.

 

Apokalypse Now. [Snowdays in Virginia]

Seit Freitag steht die Welt still. Die Straßen sind leer, kaum Geschäfte sind geöffnet, Schulen sind gesperrt, die Supermärkte sind leergekauft.

Und es fallen dicke, weiche Schneeflocken. Und es schneit und schneit und schneit. Anfangs waren es wilde, nervöse Flöckchen, vom Wind hin- und hergepeitscht. Doch dann verwandelten sie sich in dicke Flocken, die sanft und leise zur Erde fallen. Und auf einmal wurde es ganz still. Die Stadt ist wie in Watte gepackt. Es fahren kaum Autos (wie auch, ohne Winterreifen?), man geht spazieren, sitzt im Café, trifft sich zum Brunch oder geht rodeln. Heute kam die Sonne raus und alles glitzert bei -5Grad.

Ich liebe Schnee. Zwar komme ich aus dem Parkplatz nicht raus und kann nicht arbeiten gehen und die Uni fällt aus, aber egal!

Hier ein paar Fotos von unserem Spaziergang heute Morgen. (Ende der Woche kriegen wir übrigens 20 Grad)

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Hier so.

Im Moment fällt es mir schwer, hier etwas zu schreiben. Hauptsächlich, weil ich nicht weiß, worüber. Und auch, weil ich nicht weiß, wie viel ich wirklich teilen möchte, mit der großen Internetwelt.

Eigentlich wollte ich ja einen „Christmas in the City“ schreiben, mit weihnachtlicher Deko, Keksrezepten, Fotos von Daniel und mir wie wir verliebt vorm Christbaum stehen, turtelnd Lichterketten aufhängen oder vorm Nussknackerballet stehen (der Gute hat mich nämlich mit Tickets überrascht!). Auch wollte ich einen Post ala „sieben Dinge die ich in 2016 gelernt habe“ schreiben, oder einen Jahresrückblick (2016 war super, es wurde geheiratet und ich bin so ein Streber, dass ich ein Stipendium bekommen habe, Buchclub rockt, bla bla bla). Zumindest einen „sieben Dinge, die ich mir für 2017 vornehme“ Post hatte ich vorgenommen (mir Auszeiten erlauben, freundlich sein, einmal pro Monat einen neuen Kurs im Fitnessstudio ausprobieren…)

Aber auch das ist zu stressig im Moment.

Also gibt es jetzt nur eine kleine Zusammenfassung der letzten paar Wochen.

Weihnachten war super, die Woche davor hab ich mir die Hand verletzt und durfte Bandage tragen, was putzen und kochen etwas schwer gemacht hat. Aber ich als Kontrollfreak und Perfektionist habe mal wieder Schmerzen in Kauf genommen, um die Wohnung tip top zu putzen und ein Weihnachtsmenü zu kochen. Kurzfristig haben der Mann und ich beschlossen, die Schwiegerfamilie am Heilig Abend zu uns einzuladen und da ich bis Donnerstag gearbeitet habe und noch zum Frisör musste, musste das alles Freitag gemacht werden. Ein Hoch auf Online Supermarkt einkaufen- online bestellen, zum Supermarkt fahren und es abholen. Man, bin ich amerikanisiert worden (ist aber super. Da sitze ich daheim Kaffee trinkend und shoppe Lebensmittel!). Jedenfalls war das Essen sehr lecker (Fondue a la Mama) und der Abend sehr gemütlich, es wurde gelacht und geplaudert und ich wurde als die perfekte Hausfrau gelobt und am nächsten Tag dachte ich, ich werde ohnmächtig vor Schmerzen in der Hand. Naja, worth it (oder?).

Zwischen Weihnachten und Silvester wurde gechillt, mit einer Freundin Stranger Things bingegewatched, mit einer anderen Freundin Wohnung zusammengepackt, die jetzt fûr FÜNF (!) Jahre nach Uganda zieht, könnt euch vorstellen, wie da die Tränen fließen. Zwischendurch spazieren gegangen und irgendwann bin ich heulend beim Arzt gelandet, weil ich dachte, ich hätte einen Herzinfarkt. Der meinte nur, ich muss dringenst chillen und relaxen und aufhören, so viel Stress zu machen. (Kleiner Tip: Dr. Google ist nicht unbedingt hilfreich in solchen Fällen, laut dem hatte ich nämlich Herzinfarktschlaganfallbrustkrebsgebrochenerippewasweißichwas). Also wurde seit einer Woche nicht mehr Emails gecheckt, die Wäsche nicht gebügelt, und an Silvester, statt eine Party zu schmeißen, bin ich, nach dem obligatorischen Dinner for One, noch vor Mitternacht schlafen gegangen. Herrlich! Ausgeschlafen startet es sich viel besser ins neue Jahr!

Jetzt ist noch eine Woche Ferien, bevor am Montag Uni und Arbeit wieder los gehen und ich hab jetzt schon Schweißausbrüche bei dem Gedanken an Prüfungen.

Natürlich habe ich mir auch wieder Neujahrsvorsätze genommen, allerdings habe ich die auf drei reduziert:

1. Lernen zu entspannen.

2. Nicht so streng mit mir selbst sein und mir Fehler erlauben (besonders wichtig in der Schule, eine 1 reicht auch, es muss nicht immer eine 1+ sein).

3. Einen 10km Lauf laufen.

 Ein Wort habe ich auch für 2017, welches mich begleiten soll: Gnade(nvoll). Ich möchte gnädig mit meinen Mitmenschen, dem Briefträger, Cafehausbesitzer, Kassiererin, Mitschülern und mir selber.

Also, Chillermodus an, stresst euch nicht zu sehr und geht raus an die frische Luft. Bei uns ist für morgen übrigens Schnee angesagt. Wisste eh, was das bedeutet: Apokalypsenmodus an, Supermarkt leer kaufen und alles sperren.

Bücherlisten.

Während der stressigsten Lehrphasen träumte ich davon, in meinem Lieblingscafé zu sitzen (da gibt es nämlich ein ganz kleines Café, mit nur 3 oder 4 Tischen, und dort gibt es den besten Kaffee und das beste Lachssandwich!!)- in der kleinen Fensternische, von der man so einen herrlichen Blick auf eine der schönsten Straßen Richmonds hat, und dort eine Tasse Kaffee zu trinken und eeendlich ein Buch zu lesen. Also hab ich mir eine Notiz geschrieben und sie auf mein Handy gepinnt- als Motivation. Nach meiner letzten Prüfung! Natürlich hab ich es noch nicht gtan, weil ich jetzt doch noch bis Weihnachten arbeite und 3 Wochen Wäsche gebügelt werden wollen. Aber bald!

Man sollte meinen, nach den vielen Texten die ich in den letzten 3 Monaten gelesen habe, würde es mir erst mal reichen. Ganz im Gegenteil, ich freu mich endlich wieder ein Buch zu lesen, das nichts mit Uni zu tun hat. (im Moment: Out of Africa- Karen Blixen, The Meaning of Marriage- Timothy and Kathy Keller… und mein Belohnungszuckerl: Romy&Alain- Günter Krenn, hab ich mir im Sommer in meiner Lieblingsbücherei daheim gekauft, beim Wohnungsumräumen im Bücherstapel vergessen und jetzt wieder entdeckt!)

Weil wir uns dem Ende des Jahres in riesen Schritten nähern und somit die üblichen Jahresvorsätze fällig werden, dachte ich mir, anstatt meiner üblichen Vorsätze, Bücher Vorsätze zu setzen.

Also, 10 kg abnehmen, keine Naschigkeiten, mehr Sport, mehr Gemüse, freundlich zu den Postangestellten sein, macht Platz. Hier kommt the real list.

(Ich versuche trotzdem freundlich zu sein)

Also hier die Bücher/Autoren, die ich gerne lesen möchte:

  • The Scarlet Letter- Nathaniel Hawthorne
  • The Great Gatsby- F. Scott Fitzgerald (nach Deutsch und Schwedisch wird es Zeit es in Englisch zu lesen)
  • The Horse Whisperer – Nicholas Evans (I know, cheesy!)
  • The Hiding Place- Corrie Ten Boom
  • The Space Trilogy und Narnia- C.S. Lewis
  • Little Women- Louisa May Alcott
  • Anna Karenina- Leo Tolstoy
  • Jane Eyre- Charlotte Brontë
  • Uncle Tom’s Cabin- Harriet Beecher Stowe
  • Ein Mann names Ove-Fredrik Backman
  • JF Kennedy Biography
  • Astrid Lindgren Biografie
  • Wuthering Heights- Emily Brontë
  • Drömmen om Vinlanden- Alf Åberg
  • Agatha Christie
  • Und weil 2017 Luther Jahr ist und ich schon eine Arbeit darüber geschrieben habe: Martin Luther

Habt ihr gute Bücher Vorschläge? Gerne auch deutsche/österreichische Autoren:-)

Hello. It’s Me. [Again]

Can you hear me?

 

Und aufeinmal waren zwei Monate um.

Ohne viel Geschwafel bin ich mal eben verschwunden und so langsam aber sicher wage ich mich aus meinem Versteck heraus. Anfangs habe ich noch ab und an beim Blog reingeschaut, aber irgendwann war auch das zu viel.

Der Grund für diese (länger als geplante) Pause war Überforderung. Und zwar totale, komplette Überforderung. Dieses Semester war sehr, sehr anstrengend und nervenraubend. Ich möchte da auch nicht näher eingehem, es sei nur gesagt: ich will nie wieder hören, Studenten haben nichts zu tun. Ich bin teilweise von 6 Uhr Morgens bis 11 Uhr Nachts am Schreibtisch gesessen, ohne Pause, und dass von Montags bis Sonntags. (Und dann arbeite ich ja auch noch!) Insgesamt 40 Seiten literaturanalytische Seiten geschrieben, von über 500 Seiten Früh Amerikanischer Literatur, dazu noch jede Menge Biologie und Amerikanische Geschichte. Ich kann stolz sagen, dass ich meine bisher längsten Arbeiten geschrieben habe- 15 Seiten über die Frauenrechtsbewegung in Amerika und 12 Seiten über Sklaverei und wie die Effekte in Literatur präsentiert werden. Und Civil War Experte bin ich jetzt auch. Fast. Zumindest muss ich nicht mehr blöd fragen, uhm so when did y’all have the war? (Dass Englisch nicht meine Muttersprache ist und das Studium daher manchmal etwas schwieriger für mich ist, darf man ja auch nicht vergessen…). Zwischendurch dachte ich, ich hab nen Herzinfarkt und es kam auch öfters vor, dass ich heulend am Bett lag, weil ich dachte vor Brust- und Herzschmerzen nicht mehr atmen zu können. (Und dann habe ich meine Mama ganz schlimm vermisst, weil sie mir bitte sagen soll, dass sie mit der Lehrerin sprechen wird!)

Gerne würde ich jetzt schreiben, dass ich jedes Wochenende wandern war, brunchen mit Freunden, die Wohnung schön weihnachtlich dekoriert ist und ich fröhlich Kekse backe.

Nichts. Die Wäsche steht ungebügelt (!) seit 2 Wochen (!) rum, statt Weihnachtsgeschenke werd ich wohl eine SMS schicken, und auch sonst ist alles stehen und liegen geblieben. Und soll ich noch was verraten? Ich hab noch nicht mal die Hochzeitsfotos komplett durch gesehen!

Wie gesagt. Totale Überforderung.

Dafür steht der Baum und ich hab einen improvisierten Adventkranz.

Oh und im Fitnessstudio habe ich mich endlich, endlich angemeldet. Da geht es jetzt 2-3 mal die Woche, zwischen Vorlesungen hin, schön aufs Laufband und Yoga. Mein Knie und mein Rücken machen mir zur Zeit das Leben schwer. Im Spital war ich schon, weil der Verdacht eines Blutgerinsels am Knie gab und ich solche Schmerzen hatte, dass ich nicht mal weinen konnte. Aber jetzt ist alles (meistens) gut, nur ab und zu schmerzt es, aber dann so richtig.

Die Woche stehen noch alle Prüfungen an und ich bin mega nervös,… aber es wird schon schief gehen. (Hoffentlich nicht).

Fotografierfaul war ich wie immer, aber ein paar Schnappschüsse gibt es doch.

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Ich hab mir nämlich, weil mir ja ach so fad ist, Braille beigebracht. Das hier heißt All the light we cannot see (wir haben im Buchclub das Buch gelesen)

Ich hab mir nämlich, weil mir ja ach so fad ist, Braille beigebracht. Das hier heißt All the light we cannot see (wir haben im Buchclub das Buch gelesen)

Ps. ich hab euch vermisst. good to be back, y’all.

Und ganz viele Ideen für neue Beiträge habe ich aucha Aber jetzt müssen noch zwei Tage voi gas gelernt werden und dann erst mal gechillt. Ich muss nämlich alle 10 Staffeln Friends schauen. Netflix, Freund und Feind zu gleich!

 

Ein Schwank aus meinem Leben

Wir sind wieder ausgeschneit. Nur noch die Einfahrt ist bisschen verschneit und eisig, ein Auto kann runterfahren, aber wir haben ja 4 Autos. Darum muss einer immer auf der Straße parken und dann den vereisten Schneematschpfad runterwatscheln. Meistens bin ich das. Also habe ich seit einer Woche keine anderen Schuhe als Gummistiefel angehabt. Außer Freitags, da gingen wir auf ein Glaserl Wein, meine Freundin und ich. Und nein, mit Ballerinas den Eisschneematsch runter zu dackeln ist keine gute Idee.

Und obwohl wir Mittwochs schon wieder 20 Grad hatten (Virgina, I love you, but this weather changing all the time…), liegt in der Stadt immer noch viel Schnee. Die Schneepflüge sind Montag Morgen gefahren, dass muss reichen. Den gesamten Schnee einfach zur Seite schieben, y’all are welcome. Nur dass jetzt keiner mehr parken kann, bzw Leute nachwievor ihr Auto nicht frei bekommen, ist wurscht. Naja, aber hauptsache die Sonne scheint.

Letzte Wochen haben die Schwiegermutter in Spe und ich Lagerkoller bekommen (haben ja weder Arbeit noch Schule gehabt, weil Schnee) und darum sind wir bummeln gefahren, in ein kleines süßes örtchen. Und weil wir eh nichts gebraucht haben und nur geschaut haben, sind wir in einen Brautladen gegangen.

„Are you getting married?“
(Nein, ich geh nur zum Spass in einen Brautladen)
„When and where is the wedding?“
„July, Austria“
„WOW that’s soon. You know, most of the dresses take 6-8 months to ship…“
„I am just looking for ideas“

Im nächsten Laden:
„What are your bridesmaids going to wear?“
„I won’t have bridesmaids“
Schiefer Blick. „NO BRIDESMAIDS?“

Im dritten Laden, ich finde doch tatsächlich einen Schnickschnack, den ich mir leiste, weil, geheiratet wird (hoffentlich) nur einmal.
„OH MY GOSH ARE YOU GETTING MARRIED? AREN’T YOU SO EXCITED????“
(Spricht die mit mir?) „uhm….“

Ich bin ja auch ganz aus dem Häuschen, dass wir heiraten, aber wenn ich in jedem Laden 10 mal die Verlobungsgeschichte erzählen muss,.. hält sich meine Begeisterung in Grenzen,

Genauso wie meine Begeisterung für rosa bridalshowers mit Tüll und Schnickschnack. Nicht mein Style. Und der neueste Trend: Das ich mich dafür rechtfertigen muss, dass ich keine rosa tuff tuff bridalshower haben möchte. Oder keine bridesmaids haben will. Oder dass ich nicht in Tränen ausbreche und am Tisch tanze, weil die Verkäuferin sich doch nur mit mir freut. Ich freu mich auch, ehrlich! Aber ich krieg deswegen keinen Herzinfarkt.

Ups, eigentlich wollte ich ja den Blog mit Hochzeitsdrama verschonen.

Ist sonst aber wiklich nichts los hier. Uni läuft. Zur Zeit schreib ich eine Arbeit zum Thema: „Mein Handy, mein bester Freund“. Laut einer Studie verbringt der Durschnittamerikaner 142(!!) Minuten am Handy. Das sind beinahe 41 Tage im Jahr!!!

Und damit endet mein Schwank.

Back In Time?

Für eine Hausübung für den Geschichtsunterricht mussten wir einen Miniaufsatz schreiben (also ½-1 Seite) zu folgender Frage: “If you could go back in time, anytime between the French Revolution and Cold War, where would you go, what item would you bring with you and why?”

Natürlich kamen dann gleich Heldenantworten: „Ich würde dort und dort hin gehen und das und das mitnehmen, um dieses und jenes zu verhindern, denjenigen zu retten,…“

Mein Hirn ging natürlich auf Hochtouren: Wo würde ich hinreisen? Was mitnehmen? Und warum?

Paris der 20iger Jahre, bequeme Schuhe… um die Nacht durch zu tanzen und dann im Cafehaus mit Hemingway und Fitzgerald zu philosophieren! Und vielleicht wäre ich die Inspiration zu „The Great Gatsby“ geworden? (Einer meiner absoluten Lieblingsbücher und -Filme…)

Wien, der 1940iger Jahre, Tanzschuhe… um  mit meiner Urgroßmutter das Tanzbein zu schwingen.

Wien, irgendwann zwischen 1860-1880, Geburtstagskuchen und ein Glaserl Sekt… um mit Franz und Sisi anzustoßen, immerhin haben der Kaiser und ich am selben Tag Geburtstag! Und ich würde gerne wissen und sehen, ob Sisi wirklich so tolle Haare hatte.

Chicago, New York, Seattle oder Hollywood, irgendwann zwischen 1940 und 1965, Tanzschuhe, ein Notzizbuch und meine Kaffeetasse… um mit den Stars von damals zu tanzen, zu plaudern und Kaffee zu trinken. Allen voran Ray Charles, Audrey Hepburn, Ingrid Bergman.

Oh es gebe so viel, was ich gerne erleben würde… geworden ist es dann aber April 1912, Titanic, Ferngläser… Angeblich gab es m Krähennest keine Ferngläser, wei der Officer, der Dienst hatte, in Southampton vom Schiff gegangen ist und niemand gesagt hat, wo die Ferngläser waren. Natürlich ist fraglich, ob Ferngläser geholfen hatten, dein Eisberg rechtzeitig zu sehen. Aber es wäre schon ein Erlebnis, ein paar Tage auf diesem wunderherrlichen Schiff zu verbringen.

Naja, träumen kann man ja…

Im Moment fühle ich mich sowieso wie im Traumland. Wir sind eingeschneit.. Am Freitag hat es zum Schneien begonnen und seitdem nicht mehr aufgehört. Erst kleine, hyperaktive Flocken. Dann dicke, flauschige Flocken. Und aufeinmal wurde es still. Die Welt ist in Watte gepackt. Zumindest hier am Land, in der Stadt geht es zu, alle Straßen sind gesperrt, die Schulen sind geschlossen, Stau, Unfälle, genervte Menschen. Aber hier, hier ist die Welt wie verzaubert. 

Nun sitzen wir vorm Kamin, in Decken gewickelt, schauen alte Schwarzweiß Filme, trinken heiße Schokolade und essen Kartoffelpürree. (Und ich mache ein klitzekleinesbisschen Hochzeitslanerei und Träumerei… Obwohl wir ausgemacht haben, das Wochenende bleibt Hochzeitsplanereifrei… Aber wie gesagt, träumen kann man ja…)

Am Freitag waren wir lange im Schneeparadies spazieren. Wir waren komplett durchgefroren, die Backen knallrot, die Nase ist davon gelaufen, an den Augenbrauen waren kleine Eiszapfen. Gestern hat es so stark geschneit und gestürmt, dass wir Angst hatten, die Stromleitungen würden zusammenbrechen. Zum Glück ist nichts passiert. Irgendwann hat mich dann der Lagerkoller gepackt und ich bin dick eingemummt hinaus ins Schneegestöbe und habe mich mutig vorangekämpft. Bis zu den Knien stand ich im Schnee, der eisige Wind hat mir die Flocken ins Gesicht gepeitscht, aber der Kopf wurde herrlich frei gepustet und anschließend war es umso schöner, ins warme Haus zu kommen, wo die Suppe schon am Herd dampfte und brodelte. 

Heute morgen kam endlich die Sonne hervor. (Dabei war sie nur 2 Tage weg…) und der Himmel war eisblau… umso schöner, bei so einem Wetter spazieren zu gehen. Bei Sonnenschein konnten wir erst die Auswirkungn des Schneesturmes sehen: die komplette Einfahrt ist zugeschneit, der Schnee liegt Knie hoch, die Straße total eingeschneit, die Fußstapfen von gestern waren gar nicht mehr zu sehen.

Jetzt sind wir komplett abgeschnitten von der Außenwelt (wenigstens funktioniert das Internet haha). Aber es macht ja nichts, wir genießen die Tarumlandschaft!

 

Ach, herrlich. Ich bin verliebt.

20160122_110126Zu Beginn, als noch kleine, hysterische Flocken gefallen sind…20160122_114534 20160122_115715

20 Minuten später stand ich schon knöcheltief im Schnee…20160122_115723Und konnte kaum mehr sehen, weil der Schnee so dicht gefallen ist

lisadaniel snowGestern hatte ich meinen 1. richtigen Snowday (mein Unterricht ist ausgefallen, weil alle Unis geschlossen wurden)… und konnte ihn genießen! Letztes Jahr war ich ja noch Alleinunterhalterin für die Kleinen, aber heuer konnte ich ausschlafen, im Schnee rumtoben, mich überzuckern und verwöhnen lassen… Ohne mir ein Bambusprogramm überlegen zu müssen. Obwohl, ehrlich gesagt, hätte ich nichts gegen einen Disneyfilmnachmittag mit meinen Schatzis.

IMG_2835IMG_0038Das soll die Straße sein…IMG_0831IMG_1036

Ist das nicht wunderherrlich? Ein gefrorenes, zugeschneites Spinnenetz!IMG_2592IMG_5265IMG_9928IMG954937snowIMG_9483Guten Morgen, du herrliches Sonntagsessen!